Glanzloses 4:0: RB Leipzig baut gegen Elversberg Serien aus
Die Leipziger Serien halten. Gegen Elversberg gibt es saisonübergreifend den neunten Heimsieg, die Null steht im eigenen Stadion und Aufsteiger können gegen Leipzig nicht gewinnen.
Leipzig (dpa) - Wenigstens daheim kann RB Leipzig weiter gewinnen und verschafft dem angezählten Trainer Martin Demichelis damit wieder Luft. Das 4:0 (0:0) gegen Aufsteiger SV Elversberg war der vierte Heimsieg in dieser Saison, alle ohne Gegentor. Tidiam Gomis traf nach 48 Minuten zur Führung für die Gastgeber. Romulo mit einem Doppelpack (66., 90.+3) und Christoph Baumgartner (84.) erhöhten vor 41.129 Zuschauern zum Endstand.
Demichelis warf nach den Pleiten beim FC Bayern (1:6) und bei Real Madrid (1:4) die große Rotationsmaschine an. Gleich auf acht Positionen änderte er das Team im Vergleich zum Champions-League-Spiel. Selbst der zuletzt bärenstarke Torhüter Maarten Vandervoordt bekam eine Verschnaufpause, für ihn stand erstmals nach seinem Wechsel im Sommer der Norweger Örjan Nyland im Kasten. Er hatte das RB-Tor zuletzt im April 2023 gehütet.
Die stolze SV Elversberg dagegen setzte auch in Sachsen auf Konstanz. Lediglich Frederik Schmahl ersetzte im offensiven Mittelfeld den verletzten Noah Darvich.
Schwache erste Halbzeit
Wer ein Offensivfeuerwerk der beiden nach vorn orientierten Teams erwartet hatte, wurde in den ersten 45 Minuten bitter enttäuscht. Das Spiel plätscherte zwischen den Strafräumen dahin. Wenn es überhaupt zu Chancen kam, dann von den Gästen. Die näherten sich ab der 20. Minute immer mehr an. David Mokwa (37., 39.) prüfte Nyland, der einmal stark reagierte, einmal den Winkel derart verkürzte, dass der Gäste-Stürmer zu weit abgedrängt wurde.
RB fand offensiv bis auf eine Halbchance von Antonio Nusa (25.) nicht statt. Dem Demichelis-Team merkte man an, dass es in dieser Formation noch nie zusammengespielt hatte. Die erhoffte Frische und damit Schnelligkeit gab es nicht. Stattdessen beherrschten Standfußball und Ideenlosigkeit den Auftritt der Sachsen.
Wechsel zur Pause wird sofort belohnt
Demichelis reagierte in der Halbzeit, brachte Romulo für den enttäuschenden Andrija Maksimovic und baute damit die Angriffsformation um. Gomis rückte nach Rechtsaußen, was sofort von Erfolg gekrönt wurde. Nusa sah den einlaufenden Gomis, der nur noch einschieben musste.
Nun mussten die Saarländer ihre kompakte Deckung öffnen, was RB Konterchancen bot. Einen Abwurf von Nyland (57.) über 50 Meter erlief Gomis und zwang Nicolas Kristof im SV-Tor zu einer Fußparade. Auch beim 2:0 kam der entscheidende Pass von Nusa aus der eigenen Hälfte. Romulos Schuss durch Kristofs Beine schien nicht unhaltbar.
Elversberg gab nicht auf, suchte immer wieder den Weg zum Tor. Dabei profitierte das Team oftmals von den Stellungsfehlern der RB-Außenverteidiger Max Finkgräfe und Benjamin Henrichs. Nur gefährlich wurde man einfach zu selten. Schmahl (69.) schoss freistehend aus Nahdistanz über den Kasten.
Mit fortlaufender Spielzeit aber verlor man die Moral. RB hatte in der Schlussviertelstunde keine Probleme mehr, den Sieg über die Zeit zu bringen. Baumgartner köpfte bei seinem Heim-Comeback nach langer Verletzung ein und auch Romulo traf noch einmal.