Hockey

24 Stunden nonstop Spaß beim Turnier des AC 92 Weinheim

Alle Altersgruppen schlenzen und passen miteinander im Sportpark durch die Nacht. Am Ende gibt es nur Sieger

Von den Jüngsten bis zum Elternteam: Im AC-Sportpark zeigte sich, wie lebendig (und teils auch sehr süß) die Hockeyabteilung ist. Foto: Rüdiger Sahm
Von den Jüngsten bis zum Elternteam: Im AC-Sportpark zeigte sich, wie lebendig (und teils auch sehr süß) die Hockeyabteilung ist.

Nur zwei Mannschaften – mehr gab es bei diesem Turnier nicht, das aber eine Besonderheit in der Reihe sportlicher Ereignisse in Weinheim darstellte: Beim 24-Stunden-Hockeyturnier der Hockeyabteilung des AC Weinheim trat Blau gegen Weiß an. Für ihre Vereinsfarben legten sich am Wochenende von den Minis bis zu den Eltern so ziemlich alle ins Zeug. „Das ist eine ganz hervorragende Beteiligung“, freute sich Abteilungsleiter Klaus Leister über mehr als 150 Spielerinnen und Spieler, die ab Samstagnachmittag, 15 Uhr, den Schläger für ihre jeweilige Mannschaft in die Hand nahmen.

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Zwei Bürgermeister am Schläger

Für deren Einteilung zeigte sich der Sportliche Leiter Roger Zeißner verantwortlich. Und bewies dabei ein äußerst gutes Händchen: Bis zum Schluss blieb es spannend in der Halle des AC-Sportparks, die zeitweise rappelvoll war mit Zuschauerinnen und Zuschauern jeden Alters. Vor allem am Sonntagmorgen, als mit dem Promispiel ein Höhepunkt im Programm stand. Oberbürgermeister Manuel Just griff dabei genauso zum Schläger wie Erster Bürgermeister Andreas Buske, der Bundestagsabgeordnete Alexander Föhr (CDU), die Landtagsabgeordneten Fadime Tuncer (Grüne) und Sebastian Cuny (SPD) oder auch Stadtwerke-Geschäftsführer Alexander Skrobuszynski. Die Anfeuerungen der Kids sorgten dafür, dass sich niemand von ihnen ausruhte. So wurde um jeden Ball gekämpft – und auch Tore durften bejubelt werden. In diesem Spiel setzte sich Blau 2:0 durch. Im Endstand hatte aber Weiß mit 252:248 Toren knapp die Nase vorn.

Gewinnen ist Nebensache

Gewinnen war für Abteilungsleiter Klaus Leister aber Nebensache. „Wir wollen uns hier zeigen, Werbung für unseren Sport machen –und ich denke, das ist uns an diesem Wochenende wirklich gelungen.“ Nicht zuletzt wollte man auch etwas für andere tun. So wurde rund um die Uhr –tatsächlich auch zu nächtlicher Zeit – zugunsten der Lebenshilfe geschlenzt und gepasst. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir durch das Sammeln von Spenden, etwa beim heutigen Catering, Projekte fördern für Menschen mit Behinderung, die zu unserer Gesellschaft gehören. Auch zu unserem Sport“, verwies Leister auf das Special Hockey – eine Mannschaft, gebildet von Menschen mit Behinderung, die der Leidenschaft für den Hockeysport in der Abteilung nachgehen – wie so viele andere Kinder, Jugendliche und Erwachsene auch.

Zusammenhalt gestärkt

Da ließen es sich die Lebenshilfe-Vorstandmitglieder Oliver Kümmerle und Mareike Merseburger freilich nicht nehmen, sich im Promispiel einzubringen. Wenngleich die Lautstärke in der Halle bis zur Schlusssirene um 15 Uhr am Sonntagnachmittag aufgrund der immensen Müdigkeit nachließ, so war der Tag insgesamt nach der Premiere des 24-Stunden-Turniers 2019 für die gesamte Hockeyfamilie Weinheims erneut ein riesiger Spaß. „Neben der Werbung für unseren Sport ist das der vielleicht wichtigere Teil: Dieses Turnier stärkt den Zusammenhalt innerhalb der Abteilung. Das ist unbezahlbar“, wusste auch Klaus Leister. km