Tischtennis

Beim TTC 1946 Weinheim steigen Spannung und Vorfreude

Vier Wochen vor dem Spieltermin fiebern die Spielerinnen und die Verantworlichen des Vereins bereits dem Play-off-Halbfinale gegen den TSV Langstadt entgegen.

Aktuell kämpft Bruna Takahashi noch in ihrer brasilianischen Heimat um wichtige Weltranglistenpunkte. In vier Wochen geht es für die Spitzenspielerin des TTC 46 dann aber gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen um den Einzug ins Finale um die deutsche Tischtennis-Meisterschaft. Foto: Thomas Rittelmann
Aktuell kämpft Bruna Takahashi noch in ihrer brasilianischen Heimat um wichtige Weltranglistenpunkte. In vier Wochen geht es für die Spitzenspielerin des TTC 46 dann aber gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen um den Einzug ins Finale um die deutsche Tischtennis-Meisterschaft.

Während die Spitzenspielerinnen um Bruna Takahashi und Yuan Wan die längere Pause zwischen dem Ende der regulären Saison in der Tischtennis-Bundesliga und der Entscheidung um die deutsche Meisterschaft nutzen, um von einem Turnier zum nächsten zu reisen, laufen bei den Verantwortlichen des TTC 1946 Weinheim die Vorbereitungen auf das große Saisonfinale vier Wochen vor Beginn der Halbfinal-Partien auf Hochtouren.

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Zugleich arbeiten Teammanager Christian Säger und seine Mitstreiter intensiv am Kader für die kommende Bundesliga-Spielzeit.

Die erste Runde der Play-off-Spiele, das Viertelfinale, ging noch im April über die Bühne – mit einem deutlichen Sieg des TSV Dachau gegen den SV DJK Kolbermoor und einer extrem engen Partie zwischen dem TSV Langstadt und der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim.

Erstes "Golden Match" der Geschichte

Nach einem 6:2-Erfolg im Rückspiel – das Hinspiel war mit 2:6 verloren gegangen – setzte sich Langstadt im historischen ersten „Golden Match“ der Bundesligageschichte hauchdünn gegen großartig kämpfende Rheinhessen durch.

Wurde in der vorherigen Saison bei Gleichstand nach Hin- und Rückspiel noch ein drittes Spiel an einem Montagabend angesetzt (für die Mannschaften, für die Vereine, aber auch für die Zuschauer war das eine eher unglückliche Lösung), so wurde das Reglement vor Beginn der laufenden Runde diesbezüglich verändert. Allerdings wird nun nicht, wie vielleicht sinnvoll, das Spielverhältnis (beispielsweise 6:3 und 2:6) herangezogen, sondern eine Verlängerung des Rückspiels eingerichtet – das besagte „Golden Match“.

Etwas kompliziert, aber sehr spannend

Direkt nach dem Ende der zweiten Partie gehen die Teams nun in einem kurzen Entscheidungsmatch noch einmal an die Platten. Ausgespielt werden dabei zwei Doppel und vier Einzel. Dabei können die Doppel frei wählbar aufgestellt werden. Für die Einzel werden die Spielerinnen in der Reihenfolge der Mannschaftsmeldung aus den an diesem Tag auf dem Spielberichtsbogen stehenden Spielerinnen gebildet. Jedes Spiel besteht aus einem Satz, der bis zum elften Gewinnpunkt gespielt wird – ohne Verlängerung. Sieger ist diejenige Mannschaft, die zuerst vier Punkte erzielt.

Sollte es nach den sechs Spielen unentschieden stehen, entscheidet die Balldifferenz. Ist auch diese gleich, wird jeweils eine Spielerin pro Mannschaft benannt, die in einem Kurz-Satz (bis sechs Punkte) ohne Verlängerung und bei Aufschlagwechsel nach jedem Punkt die Siegermannschaft ermittelt.

Das Ballverhältnis entscheidet

Zu diesem ultimativen Finale kam es vor 160 begeisterten Fans in der Langstädter Halle zwar nicht, doch endete das Golden Match mit 3:3 und nur das äußerst knappe Ballverhältnis von 60:57 entschied letztlich zugunsten des TSV Langstadt.

Gleichwohl ist nach dem packenden Viertelfinale klar: Der neue Modus hat seine Feuertaufe bestanden und sich als extrem spannend, dramatisch und hoch emotional entpuppt. Die Fans kommen auf ihre Kosten, jeder Punktgewinn wird wie eine kleine Meisterschaft bejubelt.

Noch zwei Siege bis zum Finale

Diese Spannung möchte sich der TTC 1946 im Halbfinale aber natürlich nur allzu gerne ersparen. Denn, so viel ist jetzt schon klar: Großes Ziel ist der erneute Einzug ins Finale, wahrscheinlich wieder gegen den ttc berlin eastside, die sich zuvor noch mit Dachau auseinandersetzen muss. Hierfür sind aber zwei Siege im Hinspiel am Freitag, 21. Juni, in Langstadt sowie im Rückspiel in eigener Halle am Sonntag, 23. Juni, erforderlich – sofern man den Nervenkitzel des „Golden Matches“ verhindern möchte.

Die Voraussetzungen für eine mögliche Neuauflage des Finals von 2023 sind ebenfalls schon vier Wochen vor dem Halbfinale fixiert: Diesmal wären die Berlinerinnen mit Heimrecht im Rückspiel im Vorteil.

Auf Weinheimer Seite stehen für die letzten Saisonspiele wohl alle Spielerinnen zur Verfügung, sofern nicht noch Verletzungen dazwischen kommen. „Die Motivation ist da“, lässt der Verein die Weinheimer wissen. hol/fran

Play-off-Halbfinale:

  • Freitag, 21. Juni, 18 Uhr: TSV Langstadt - TTC 46
  • Sonntag, 23. Juni, 14 Uhr: TTC 46 - TSV Langstadt