Handball

Birkenau hofft auf den großen Wurf

Die TSV-Frauen sind vor dem Derby gegen Weinheim voller Tatendrang. Die Gäste sehen sich als Außenseiter.

Das goldene Tor: Linn Gutsche trifft per direktem Freiwurf zum 24:23 gegen Walzbachtal. So spannend wollen es die Birkenauer Frauen morgen im Heimspiel gegen die HSG Weinheim/Oberflockenbach nicht machen. Foto: Armin Etzel
Das goldene Tor: Linn Gutsche trifft per direktem Freiwurf zum 24:23 gegen Walzbachtal. So spannend wollen es die Birkenauer Frauen morgen im Heimspiel gegen die HSG Weinheim/Oberflockenbach nicht machen.

Birkenau. Die Handballerinnen des TSV Birkenau wollen ihren Lauf auch im Derby am Samstag (19.30 Uhr) gegen die HSG TSG Weinheim/Oberflockenbach fortführen. Nach dem „glücklichen, aber sehr verdienten“ 24:23-Sieg gegen die HSG Walzbachtal am vergangenen Wochenende wollen die TSV Frauen alles dafür tun, auch in der kommenden Saison in der Oberliga antreten zu dürfen. Durch den Zusammenschluss der Verbände zum Baden-Württembergischen Handballverband ist zumindest Platz vier für die direkte Qualifikation zur dann neuen Oberliga Baden-Württemberg notwendig.

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Nach Minuspunkten sind die Birkenauer derzeit auf Platz zwei und befinden sich in einem Flow: Seit acht Spielen ist die Mannschaft von Julius Schäfer ohne Niederlage, musste im Jahr 2025 erst einen Punktverlust hinnehmen. Auch deshalb geht man als Favorit ins Derby, ohne den Gegner allerdings zu unterschätzen. „Wir sind gut beraten, hoch konzentriert in diese Partie zu gehen“, sagt Schäfer, der sich vom Tabellenplatz des Aufsteigers nicht blenden lassen will.

In Weinheim dagegen kommt man in dieser Spielzeit nicht in Fahrt, entsprechend ist Trainer Jürgen Al-Shawani alles andere als zufrieden: „Wir erreichen definitiv nicht die Ergebnisse und das, was wir uns vorgenommen haben. Das hat sicher mit der Qualität in der Klasse zu tun, auf der anderen Seite trainieren wir auch zu wenig mit der kompletten Mannschaft zusammen.“ Vor allem hinten raus hat die HSG immer wieder mit Problemen zu kämpfen, kann die engen Spiele nicht für sich entscheiden. „Wir sind im Derby nur Außenseiter und müssen im Alles-oder-Nichts-Modus agieren. Sonst haben wir keinerlei Chance“, sagt Shawani, der die Abwehr als Schlüssel zu einer möglichen Überraschung sieht: „Wir sind eine offensiv ausgerichtete Mannschaft und so wollen wir den Rest der Spielzeit auch in der Defensive agieren. Nur so können wir unser Tempospiel aufziehen.“

Für Birkenau ist es der Auftakt in die Derby-Wochen, denn am 22. März gastiert Oberliga-Spitzenreiter SG Heddesheim in der Langenberghalle. Und die Heddesheimer wollen ihren Platz an der Sonne natürlich behaupten. An diesem Sonntag soll das mit einem Heimsieg gegen Brühl gelingen. Die SGH-Herren wollen gleiches im Heimspiel gegen Plankstadt tun.

Vor dem Derby der TSV-Frauen gegen Weinheim/Oberflockenbach um 19.30 Uhr empfangen die Birkenauer Herren in der Verbandsliga um 17.30 Uhr den HSV Hockenheim. Im Kampf um die direkte Verbandsliga-Quali ist ein Heimsieg da schon Pflicht.

S3L III will Heimstärke beweisen

Die einen sind zu Hause eine Macht, die anderen können auswärts erst einen Zähler nachweisen. Klare Angelegenheit also für die S3L III im Verbandsliga-Duell gegen den TV Schriesheim am heutigen Freitag? „Wir stehen vor einer sehr schweren Aufgabe, denn Schriesheim hat eine erfahrene und abgezockte Truppe“, sieht Herbert Fath die Rolle des Favoriten bei den Gästen. Auch weil noch nicht abzusehen ist, wer letztendlich aufläuft: „Die Spiele, die wir gewonnen haben, haben wir auch aufgrund der Erfahrung im Kader erfolgreich bestreiten können. Unsere A-Jugendlichen gehen ihren Weg, brauchen in dieser Liga aber auch noch ihre Zeit.“ Indes vermeldet Oberligist TSV Amicitia Viernheim auch eine Personalie: S3L-Spielmacher Frederik Schmitt wird sich den Viernheimer Bullen zur kommenden Saison anschließen. Ein Verlust für die Hirschberger, auch mit Blick auf deren zweite Mannschaft.

In Schriesheim weiß man um die Qualität des Kontrahenten, der vor heimischer Kulisse schon fünf Siege vorweisen kann: „Das sind Jungs, die können richtig gut Handball spielen, wenn sie komplett sind. Allerdings ist es auch eine Mannschaft, die uns von der Spielanlage liegt“, sagt TVS-Trainer Luca Michels. So gesehen auch im Hinspiel, als der TV deutlich mit 37:25 die Oberhand behielt. Diesen Erfolg würde Schriesheim gerne wiederholen und baut dabei vor allem auf den Faktor Emotionalität. „Wir leben von unseren Emotionen, die müssen wir von Anfang an auf die Platte bringen und auch in fremder Halle unseren Handball mehr als eine Halbzeit durchziehen.“