Oberliga-Heimsiege für Weinheim und Birkenau
Frauen der HSG Weinheim/Oberflockenbach kommen ins Rollen. Beim Oberliga-Einstand tun sich die Birkenauerinnen gegen die TSG Wiesloch schwer
Nach dem Fehlstart beim 20:27 gegen Heidelsheim waren die Oberliga-Handballerinnen der HSG Weinheim/Oberflockenbach merklich auf Wiedergutmachung aus – und diese glückte bei der Heimpremiere gegen die KuSG Leimen. Zuhause zeigte die Mannschaft von Trainer Al-Shawani das nötige Selbstvertrauen, die Abwehr stand gut und setzte die Gäste aus Leimen ständig unter Druck. So gewonnene Bälle liefen schnell nach vorne. Am Ende stand ein 34:18.
Trotz des Chancenwuchers der Heim-Sieben stand es in der 10. Minute bereits 8:0 und der Gästetrainer nahm seine erste Auszeit. Diese brachte dann das erste Tor der Gäste vom Siebenmeter-Strich – und das sollte auch in der ersten Hälfte so bleiben. Eine überragende Laura Propp im Tor musste nur vier Strafwürfe hinnehmen. Das erste Feldtor kassierten die HSG-Damen erst in Halbzeit zwei. Die Rot-Blauen hielten den Druck durchgängig hoch und kamen auch aus dem gebundenen Spiel heraus zu klaren Torchancen. Das 15:4 zur Pause war bereits eine kleine Vorentscheidung.
Im Angriff knüpften die Gastgeberinnen in der zweiten Hälfte nahtlos an den ersten Durchgang an. Die Spielzüge wurden konsequent gelaufen, jede nutzte die sich bietenden Chancen und auch das Gegenstoßkonzept mit all seinen Varianten funktionierte. Nur in der Abwehr wurde man leicht nachlässig und ließ Leimen mehr Freiheit. kf
HSG Weinheim/Oberflockenbach: L. Propp; Fath (2), Pinto (2), Püschel (4), Amann (3), Müller (5), Mackert (5/1), Karl (1), Eder-Herzog (3), Funder (4), K. Propp (5).
Birkenau profitiert von erster Hälfte
Aufgrund einer bärenstarken ersten Hälfte fuhren die Handballerinnen des TSV Birkenau die ersten zwei Oberliga-Punkte ein. Linn Gutsche traf dabei zehnmal und führte das Team zum ersten Heimerfolg.
Drohender Punktabzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Solls, zwei Abgänge, vier Leistungsträgerinnen, die längere Zeit dem Team nicht helfen können. Die Vorzeichen für die Saison 2024/25 könnten deutlich besser sein. Umso wichtiger war es, einen erfolgreichen Start gegen die TSG Wiesloch hinzulegen. Und das klappte: Der TSV zeigte temporeichen Handball, schöne Spielzüge und eine kompakte Abwehr. Dazu eine gute aufgelegte Johanna Meyer, die gleich zu Beginn der Begegnung zahlreiche Paraden hatte. Der TSV dominierte das Spiel ab der ersten Minute nach Belieben. Nach elf Minuten stand es 7:1. Über 13:8 (20.) und 18:8 (24.) ging es beim 23:13 in die Pause.
Für das, was in der zweiten Halbzeit geschah, hatte kurz nach dem Spiel keiner eine richtig gute Erklärung. Die TSG stellte auf eine offene Deckung um und zwang den TSV so zu zahlreichen Ballverlusten. Vom Spielwitz und der Dominanz aus der ersten Hälfte war nichts mehr zu sehen. Beim 25:20 (37.) war Wiesloch wieder dran. Und auch in der Folge gelang es den Birkenauerinnen nicht, die Gäste auf Abstand zu halten. Fünf Minuten vor dem Abpfiff stand es 33:30. Doch mit viel Moral und Willenskraft stemmten sich die Gastgeberinnen erfolgreich gegen einen möglichen Punktverlust.
35 Gegentreffer, davon 22 in der zweiten Halbzeit – am Ende war die Freude über den 38:35-Heimsieg verhalten. Wichtig war es, erfolgreich in die neue Saison zu starten. Zumal die TSG Wiesloch nicht zuletzt wegen der in Halbzeit zwei gezeigten Leistung definitiv zum Favoritenkreis zu zählen ist. Ein erster wichtiger Schritt zum Klassenerhalt also, der die Qualifikation zur neuen Oberliga Baden-Württemberg bedeuten würde. Erfreulich aus Sicht des TSV ist auch die Tatsache, dass die Integration der drei Neuzugänge Jacqueline Tines, Anne Havemann und Annalena Meyer schon gut vorangekommen ist. pb
TSV Birkenau: J. Meyer, Bussek (im Tor), Haas (3), Klink, Tines (7/2), Crnisanin (2), A. Meyer (5), Harbarth (2/1), Knapp (4), Hassel (1), Becker (3), Gutsche (10), Havemann (1).