Neuer Trainer für den TSV Amicitia Viernheim
Erkan Öz kommt aus Bellheim zum Oberligisten. Vor dem Heddesheimer Herrenspiel steigt das Frauenderby am Samstag
Die Handballer der SG Heddesheim ziehen wie erwartet ihre Kreise an der Oberliga-Spitze und wollen den Platz an der Sonne auch nach dem Heimspiel am Samstag noch innehaben. Um 19.30 Uhr ist dann die TSG Wiesloch in der Nordbadenhalle zu Gast.
Der TSV Amicitia Viernheim, aktuell mit 5:5 Punkten als Achter gelistet, hat auf den Rücktritt von Trainer Christian Müller kurz vor Saisonbeginn reagiert. Die Nachfolge sollte kein Schnellschuss werden, Co-Trainer Mirco Ritter hatte die Mannschaft in den ersten fünf Spielen betreut. Jetzt wurden die TSV-Verantwortlichen fündig: Erkan Öz wird den Cheftrainerposten übernehmen, trainierte die Mannschaft bereits am Dienstag. Der 47-Jährige aus dem pfälzischen Bellheim bringt von dort sowie aus Neuenbürg, Knielingen und Offenbach reichlich Baden- und Oberliga-Erfahrung mit. Etwas Zeit zum Eingewöhnen hat Öz, am Wochenende sind die Viernheimer spielfrei.
Oberliga-Derby in Heddesheim
In der Oberliga der Frauen kommt es am Samstag ab 17 Uhr zu m Derby: Tabellenführer SG Heddesheim empfängt Aufsteiger HSG Weinheim/Oberflockenbach. Vom Papier her eine klare Angelegenheit. Doch beide Trainer haben dazu ihre eigene Meinung. „Wir hatten bislang keine starken Gegner, die kommen erst noch. Und Weinheim mit seiner unangenehmen offenen Abwehr ist einer davon“, sagt Heddesheims Coach Branko Dojcak. Zudem haben ihn die 36 Weinheimer Tore gegen Walzbachtal beeindruckt, eine Mannschaft, die er eigentlich vorne erwartet. Und zudem habe sein Team beim 26:18-Sieg gegen Nußloch ein schwaches Spiel gezeigt. Gleichwohl findet er, dass seine Mannschaft reifer geworden ist. „Und wenn unsere Abwehr sicher steht, kann der Derbysieg gelingen.“
Weinheims Trainer Jürgen Al-Shawany weiß seine Mannschaft aktuell nicht richtig einzuschätzen. „Die Mädels zeigen zwei Gesichter. Gegen Heidelsheim und Nußloch haben wir katastrophal, gegen Walzbachtal genial gespielt und das gezeigt, was sie die Jahre zuvor ausgezeichnet hat: frech und ohne Respekt aufzuspielen.“ Die neue Klasse mit entsprechender Härte scheint die junge Truppe noch ein wenig einzuschüchtern. „Aber wir haben viel gesprochen, die Selbstsicherheit ist ein Stück weit zurück. Wenn wir so spielen wie zuletzt gegen Walzbachtal sind wir nicht chancenlos. Aber Heddesheim ist klarer Favorit.“
Punktabzüge für Birkenau und S3L
Zu den Oberliga-Spitzenteams zählen auch die Frauen des TSV Birkenau – allerdings nicht mehr tabellarisch. Aus den erzielten 6:0 Punkten auf der Platte wurden jetzt nur noch 1:0. Wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Solls wurden Birkenau als Gesamtverein fünf Punkte abgezogen, die TSV-Frauen als hochklassigste Mannschaft des Vereins im Verbandsgebiet hat es getroffen. Noch schlimmer sieht die Tabelle für den Gegner der Birkenauerinnen am Samstag ab 19.30 Uhr in der Langenberghalle aus. Auch der SG Nußloch werden fünf Punkte abgezogen, damit stehen sie nach vier Spielen mit minus vier Punkten am Tabellenende.
Die Verbandsliga-Herren des TSV blieben vom Punktabzug verschont, führen mit 10:0 Punkten das Klassement an und wollen ihren Lauf am Samstag ab 17 Uhr bei der HSG Bruchsal/Untergrombach fortsetzen.
S3L teilt sich die Punktabzüge
Das Leid beziehungsweise die Punktabzüge geteilt hat man sich bei Saase3Leutershausen. Da sowohl die Herren als auch die Frauen als höchstklassige BHV-Teams in der Verbandsliga und damit gleich hoch spielen, wurden die „Miesen“ aufgeteilt. Die Herren kassieren drei, die S3L-Frauen zwei Punkte Abzug. Für beide Mannschaften schwere Kost, schließlich wollen die Frauen unter den ersten beiden Teams landen und die S3L III den Abstieg vermeiden.
Am Sonntag um 17 Uhr müssen die Ladies in der harzfreien Halle der verlustpunktfreien Handschuhsheimerinnen ran, die Herren spielen um 20 Uhr das schwere Spiel beim TSV Rintheim. Aufsteiger Schriesheim hofft bei Schlusslicht Eggenstein auf den zweiten Sieg. AT