Handball

TSV Amicitia Viernheim: Die Mannschaft muss liefern

Eine Woche nach dem Rücktritt von Trainer Christian Müller starten die Südhessen heute mit Interimstrainer Mirco Ritter in die Saison. Und muss sich dabei selbst beweisen

Die Viernheimer Handballer starten heute  mit Interimstrainer Mirco Ritter (mittlere Reihe, 2. von rechts) in die Saison, nachdem Trainer Christian Müller sein Amt nach Differenzen mit der Mannschaft zur Verfügung gestellt hat. Foto: TSV Amicitia Viernheim
Die Viernheimer Handballer starten heute mit Interimstrainer Mirco Ritter (mittlere Reihe, 2. von rechts) in die Saison, nachdem Trainer Christian Müller sein Amt nach Differenzen mit der Mannschaft zur Verfügung gestellt hat.

Seit 2007 ist Mirco Ritter beim TSV Amicitia Viernheim. Damals hieß er noch Matthes, heiratete dann aber Viernheims Physiotherapeutin Isabelle – aus der sportlichen wurde die private Liebesgeschichte. Ritter ist noch immer Viernheimer. Seit 2012 hat er als Co-Trainer Verantwortung übernommen. Jetzt war er erster Kandidat, als es darum ging, den vakanten Cheftrainerposten zu besetzen, nachdem sich sein bisheriger „Chef“ Christian Müller nach Differenzen mit der Mannschaft zum Rückzug entschlossen hatte.

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Nach 17 Jahren TSV Amicitia weiß der 48-Jährige also, worauf er sich einlässt. Zwei Trainingseinheiten hat er mit der Mannschaft bestritten, am Samstag geht es zur TSG Wiesloch. Und da erwartet der Mann aus Leutershausen vor allem eins: „Die Mannschaft ist in der Pflicht. Sie muss jetzt liefern. Und das haben sowohl ich, als auch Ralf Schaal, der mit mir auf der Bank sitzen wird, auch klar an die Jungs adressiert. Am Samstag zählt nur eins: Die Einstellung muss passen.“ Die Einstellung, die zuletzt arg vermisst wurde. Dazu kamen Verletzungen und Urlaube, die Vorbereitung lief sehr durchwachsen. Auch in den beiden gemeinsamen Trainingseinheiten seit Müllers Rücktritt waren nicht alle dabei. Patrick Fath fehlt mit Problemen an der Achillessehne, Kevin Welte ist nach einem Muskelbündelriss noch nicht fit, zudem fehlten die Kreisläufer in den vergangenen Wochen. Eine optimale Saisonvorbereitung sieht anders aus.

"Wollen in die Top fünf"

„Das zählt jetzt aber alles nicht mehr. Wir haben durchaus den Anspruch, unter den ersten fünf Mannschaften zu landen, wollen die Liga natürlich gerne komplett halten“, sagt Ritter, der hofft, dass Viernheim nach dem Auftaktprogramm nicht direkt unter Zugzwang steht. Auf die Partie am Samstag in Wiesloch folgt nach fünfjähriger Abstinenz am 28. September endlich wieder ein Heimspiel in der sanierten Harbig-Halle gegen Plankstadt. Einfache Gegner gibt es in der Oberliga ohnehin keine. Die SG Heidelsheim/Helmsheim zählt Ritter zusammen mit Vizemeister SG Heddesheim und dem Badischen Meister TV Hardheim zu den Titelkandidaten. Und ob der TSV Amicitia selbst vorne mitspielt, das entscheidet die Mannschaft wahrscheinlich selbst.