Der TSV Sulzbach II beugt personell vor
Der B-Klassist will in dieser Saison keine Spiele mehr abschenken. Dabei hilft ein großer Kader
Nicht gerade in guter Erinnerung war dem TSV 1887 Sulzbach II die Saison 2023/24 in der Fußball-Kreisklasse B. 17 Niederlagen in 24 Spielen, zu zwei Begegnungen konnte der TSV mangels Masse sogar gar nicht antreten und schenkte sechs Punkte kampflos her. Am Ende standen gerade einmal sechs Siege und der drittletzte Tabellenplatz. Das ist mehr als ausbaufähig. „In diesem Jahr soll es ein einstelliger Tabellenplatz werden“, sagt Trainer Matthias Seiler, der inzwischen in der fünften Saison für den TSV verantwortlich zeichnet. „Wir haben uns noch breiter aufgestellt als in der letzten Saison. Und weil auch die erste Mannschaft über einen großen Kader verfügt, gehe ich davon aus, dass wir nicht mehr in die Personalnot der vergangenen Saison geraten.“
TSV Sulzbach II 2024/25
Zugänge: Halil Iris, Önder Kavaklioglu, Emre Can (alle SG Hemsbach), Christopher Schulze (TuS Weinsheim, Alzey-Worms Kreis) Björn Wörgetter (TSG Weinheim)
Abgänge: Sebastian Kobald, Robin Göttelmann, Robin La Foresta, Daniel Schmitt (eigene AH), Lukas Dachsel (SG Hüttenfeld).
Der Kader: Tor: Marc Hammermeister, Dino Lieb; Abwehr: Daniel Spether, Egzan Sopa, Hasan Bilir, Tim Hilkert, Yannick Lindemann, Tobias Amendt, David Frank, Christian Emig, Önder Kavaklioglu; Mittelfeld: Christopher Schulze, Emre Can, Enrique Camacho, Ertan Demirci, Fatih Beder, Felix Jäger, Florian Zaplatilek, Halil Iris, Ismail Altun, Jan Gärtner, Julian Richter, Marco Herwig, Sercan Inan, Yanik Heresch, Yannick Jöst, Benjamin Ehret, Markus Seiler; Angriff: Aliriza Süzen, Björn Wörgetter, Maximilian Berger.
Trainer: Matthias Seiler (5. Saison), Co-Trainer: Lukas Wolf (4. Saison).
Saisonziel: Platz sieben bis neun.
Favoriten: TSV Schönau, SG Hohensachsen, SV Laudenbach, beide Sandhofener Klubs.
Dass er und sein Co-Trainer Lukas Wolf ab und an werden auflaufen müssen, davon geht Seiler dennoch aus. Gleich zum Auftakt am Sonntag gegen die SG Viernheim werden dem TSV einige Kerweborschte fehlen, die beim Umzug der Liewerschbescher Kerwe andere Pflichten zu erfüllen haben. „Die Kerwebesuche waren ohnehin sehr ausgiebig. Deswegen sind wir eben nur eine zweite Mannschaft.“
Großer Kader birgt Potenzial
Inzwischen sind zwar 20 Mann aus dem 32er-Spielerkader wieder im Training, zu Beginn der Ferien sah es allerdings ziemlich mau aus und dementsprechend sahen auch die Vorbereitungsergebnisse aus. „Wir haben ein bisschen was ausprobiert, wollten mit zwei Stürmern spielen. Aber das hat unserem Spielaufbau nicht gut getan.“ Der TSV wird also wieder in seiner bewährten 4-2-3-1-Formation auflaufen, auch zum Auftakt gegen die SG Viernheim, mit der es in der Vergangenheit hitzige Duelle gab. „Wenn wir mit dem Willen und Ehrgeiz spielen wie zuletzt im Freundschaftsspiel gegen unsere A-Jugend, dann gehe ich davon aus, dass wir den Auftakt klar gewinnen.“
Gleich fünf Teams sieht Seiler mit den A-Klassen-Absteigern, den Klubs aus Sandhofen und Nachbar SV Laudenbach vorn. „Aber wir haben uns gut verstärkt. Ich bin sehr positiv gestimmt, dass wir eine gute Runde spielen werden und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken können“ Die Saison 2024/25 soll am 1. Juni nächstes Jahr am besten in Platz sieben bis neun münden. „Vor allem aber soll das Fußballspielen bei uns Spaß machen.“ Wenn jetzt noch die Ergebnisse stimmen, muss man sich darüber bei Sulzbachs zweiter Mannschaft keine Sorgen machen.