Ringen

Falken sacken die maximale Ausbeute ein

Der Oberliga-Zweite von der Bergstraße setzt sich bei der SVG Nieder-Liebersbach vom Ergebnis her deutlich durch. Doch so klar war es nicht.

Falke Matthias Schmidt (rechts) ließ seinem Gegner Patrick Eckert keine Chance. Die Zuschauer im Derby der Ringer-Oberliga sahen einen klaren Sieg der Falken Bergstraße bei der SVG Nieder-Liebersbach. Foto: Fritz Kopetzky
Falke Matthias Schmidt (rechts) ließ seinem Gegner Patrick Eckert keine Chance. Die Zuschauer im Derby der Ringer-Oberliga sahen einen klaren Sieg der Falken Bergstraße bei der SVG Nieder-Liebersbach.

Nieder-Liebersbach. Im Derby der Ringer-Oberliga setzten sich die Falken Bergstraße bei der SVG Nieder-Liebersbach klar mit 32:0 durch – ein Ergebnis, das deutlicher aussieht, als es einige enge und intensive Duelle tatsächlich waren.

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Es war ein Abend, der zeigte, dass Derby-Atmosphäre nicht von Tabellenplätzen abhängt. Der gastgebende Tabellensebte bot starke Momente, blieb mutig und fair und doch war die mannschaftliche Geschlossenheit der Falken – ihrerseits Tabellenzweiter und weiterhin voll im Rennen um die Spitzenplätze – zu groß. Schiedsrichterin Denisa Ghenescu leitete die Begegnung ruhig und souverän; allzu knifflig machten es ihr die Sportler nicht, denn der Kampfverlauf blieb jederzeit fair.

Den Anfang machte Adrian Airich (57 kg, GR), der mit einem schnellen Schultersieg bereits nach 28 Sekunden für ein erstes Ausrufezeichen sorgte. Zwei starke Aktionen reichten, um seinen Gegner Dion Maurice Kautz zu „schultern“ und die Falken 4:0 in Führung zu bringen.

Im Schwergewicht (130 kg, FS) knüpfte Simon Schmider daran an. Er blieb ruhig, arbeitete konsequent und baute seine Führung Stück für Stück aus. Nach etwas mehr als einer Minute legte er Lukas Hofmann auf die Schultern – ebenfalls ein Vierer für die Gäste. Souverän und abgeklärt siegte auch Frederik Pufe (61 kg, FS) in dieser Saison erneut gegen Bastian Fellner. „Freddi“ punktete immer wieder sauber und gewann am Ende verdient 10:2.

Anschließend ließ Sascha Schwab (98 kg, GR) keinen Zweifel an seiner Überlegenheit. Mit starken Würfen und konstantem Druck sammelte er Punkt für Punkt und siegte schließlich per Schultersieg - In der Rückrunde sein vierter „Vierer“ im vierten Kampf.

Im 66-kg-Limit (GR) zeigte Pascal Hilkert eine gewohnt souveräne und abgeklärte Leistung. Er arbeitete konsequent am Gegner, nutzte jede Chance und erzielte Wertungen im Stand sowie Boden, ehe der Kampf nach gut zwei Minuten durch technische Überlegenheit entschieden war. Zur Pause führten die Falken bereits 19:0.

Auch nach der Pause klar

Nach der Pause setzte sich der Trend fort: Matthias Schmidt (86 kg, FS) dominierte Patrick Eckert klar und baute die Führung durch technische Überlegenheit weiter aus. Über 71-kg-Freistil wartete ein abwechslungsreicher Kampf zwischen Magomed-Surkho Adaev und Vladut-Alexandru Stefan. Beide suchten aktiv den Angriff, der gastgebende Kämpfer war jederzeit gefährlich im Kontern. Adaev erwies sich jedoch als der variablere Ringer und gewann nach sehenswertem Duell, 10:4 nach Punkten. Über 80 kg GR zeigte Florian Scheuer einmal mehr seine Kontinuität. Mit druckvollem Stil zwang er seinen Gegner Steffen Layer früh zu Fehlern und holte sich nach nur etwas über zwei Minuten den Schultersieg in der angeordneten Bodenlage.

Dann folgte einer der ausgeglichensten Kämpfe des Abends: Cedric Kriz (75A kg, GR) gegen Colin Eckert. Beide schenkten sich nichts, es war ein enger Kampf, bei dem Cedric aber der aktivere Sportler war, der taktisch klug den 7:5-Punktsieg sciehrte – ein Beispiel für die vielen engen Momente, die im Endergebnis kaum sichtbar werden. Zum Abschluss rundete Arkadiusz Böhm (75B kg FS) den Abend mit einem abgeklärten und routinierten Punktsieg ab.

Es war ein hoher Sieg, aber auch ein Derby, das mehr bot als Zahlen. Die Falken überzeugten als Einheit, kämpften konzentriert und ließen sich auch in engen Momenten nicht aus dem Konzept bringen. „Man of the Match“ war an diesem Abend das Team. Die SVG zeigte trotz der Niederlage Moral, Engagement und Fairness – und die Zuschauer in der Halle honorierten das mit guter Stimmung und respektvollem Applaus.

Die zeitgleiche ringenden Falken II mussten sich in der Landesliga beim KSV Schriesheim dagegen 23:36 geschlagen geben. Im Hinkampf konnte man die Schriesheimer noch besiegen. Siegreich bei den Gästen waren Panos Papaionou, Daniel Kliebisch, Dimitri Obradovic und Tim Waldi. lus