Fußballer vor der Saison

Fortuna Heddesheim II will weiter wachsen

Die Entwicklung der jungen Mannschaft hat für Trainer Tobias Maier oberste Priorität. Dennoch soll es in der A-Klasse noch weiter nach oben gehen.

Zum Trainingsauftakt der Fortuna-Reserve begrüßte Trainer Tobias Maier (links) mit Luca König, Paul Geißinger und Christian Goebel drei neue Akteure. Goebel wird Maier künftig auch als Co-Trainer unterstützen. Foto: Fortuna Heddesheim
Zum Trainingsauftakt der Fortuna-Reserve begrüßte Trainer Tobias Maier (links) mit Luca König, Paul Geißinger und Christian Goebel drei neue Akteure. Goebel wird Maier künftig auch als Co-Trainer unterstützen.

Als der bisherige Co-Trainer und langjährige Spieler, Tobias Maier, im Februar dieses Jahres den Posten des Cheftrainers bei Fußball-A-Klassist Fortuna Heddesheim II übernahm, war zunächst nur von einer vorübergehenden Lösung die Rede.

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„Die Arbeit war aber offenbar so zufriedenstellend, dass ich auch in der neuen Saison mit der Aufgabe betraut wurde“, sagt Maier – und lacht.

Im oberen Tabellendrittel etabliert

Tatsächlich etablierte sich die Reserve des ambitionierten Verbandsligisten in der Rückrunde der vergangenen Saison im oberen Tabellendrittel, im Endklassement stand ein ordentlicher siebter Platz für die Maier-Elf zu Buche. „Wir haben gerade einmal drei Spiele verloren“, blickt Maier sichtlich stolz auf das Erreichte zurück.

Zu erwarten sei dies allerdings nur bedingt gewesen, lässt der Übungsleiter durchblicken. Sowohl in sportlicher als auch in persönlicher Hinsicht „Ich kenne die meisten Jungs schon einige Jahre, habe mit vielen auch selbst noch zusammengespielt. So eine Konstellation birgt mitunter auch Probleme.“ Bislang allerdings, so Maier weiter, sei diese Sorge unbegründet. „Die Jungs ziehen alle super mit, es macht riesigen Spaß.“

„Absolute Win-Win-Situation“

Dennoch sei er in den vergangenen Monaten das eine oder andere Mal an seine persönlichen Grenzen gestoßen. „Ich habe deshalb gesagt: Ich brauche noch jemanden, der mich auf und neben dem Platz als Co-Trainer unterstützt.“ Gefunden wurde diese Person in der Sommerpause mit Christian Goebel, der von Kreisligist FV Ladenburg zur Fortuna zurückkehrt – und seinen Arbeitskollegen Maier fortan auch in der Freizeit als spielender Co-Trainer unterstützen soll.

„Das ist für mich, die Mannschaft und den Verein eine absolute Win-Win-Situation“, sagt Maier über Goebels Verpflichtung.

Zufrieden ist der FVH-Coach überdies mit den beiden weiteren Neuzugängen Luca König und Paul Geißinger, denen er „großes Potenzial“ attestiert, wenngleich er einräumt: „Beide sind noch sehr jung, wir geben ihnen alle Zeit der Welt.“

Vorne und hinten drückt der Schuh

Für die Positionen zwischen den Pfosten und in der Sturmspitze gilt das allerdings keinesfalls: Hier drückt bei der Fortuna-Reserve sprichwörtlich der Schuh. Tobias Maier: „Wir verfügen mit Till Weilbucher bislang nur über einen etatmäßigen Torhüter. Natürlich sind wir seit Wochen auf der Suche nach einem zweiten Mann, sie gestaltet sich aber ähnlich schwierig, wie die Suche nach einem Einhorn.“

Ähnlich sieht es an vorderster Front aus: Mit Paul Rohrmann verfügt Maier zwar über einen treffsicheren „Neuner“, eine personelle Alternative für den Fall der Fälle gibt der 24-Mann-Kader bislang aber noch nicht her. Und auch die eine oder andere Verstärkung „von oben“ ist laut Maier nahezu ausgeschlossen: „Es gibt eine klare Trennung zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft – und das ist für mich auch in Ordnung.“

Favorisiert sind andere

Mit Blick auf die Zielsetzung für die neue Runde übt sich der Übungsleiter dann auch in Bescheidenheit: „Natürlich wollen wir an die Leistungen und Ergebnisse der letzten Rückrunde anknüpfen, die Mannschaft weiterentwickeln und uns auch tabellarisch verbessern, in der Favoritenrolle für die Meisterschaft und den Aufstieg sehe ich aber andere Mannschaften.“

Ohnehin lasse sich der Aufstieg in dieser Spielklasse nur schwer einplanen, gibt Maier zu bedenken: „Wer, wie ich, die Liga schon länger kennt, der weiß, dass hier wirklich jeder jeden schlagen kann. Es kann ganz schnell nach oben und genauso schnell wieder nach unten gehen. Schon allein deshalb wäre ich vollkommen zufrieden, wenn am Ende der fünfte oder sechste Platz für uns herausspringen sollte.“