Frank Schmitt macht bei der SG Heddesheim weiter
Und das unabhängig davon, in welcher Liga. Die Mannschaft wird sich allerdings verändern - schon vor dem Spiel am Samstag bei der HSG Weschnitztal
Die Vorgabe ist klar. Will die SG Heddesheim im kommenden Jahr in die Regionalliga aufsteigen, muss sie am Ende dieser Oberligasaison auf Platz eins stehen. Will sie der dann neu eingeteilten Oberliga-Baden-Württemberg angehören, muss sie am 4. Mai mindestens auf Platz fünf gelistet sein. Aktuell stehen die Heddesheimer auf Rang zwei, haben zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter SG Pforzheim/Eutingen II. Im letzten Vorrundenspiel sind sie am Samstag ab 19.30 Uhr bei der HSG Weschnitztal zu Gast, die steht auf dem drittletzten Platz, hat aber nur zwei Zähler Rückstand auf Rang sieben – und damit auf einen Platz für die Qualifikationsspiele. Alles ist möglich.
Egal, in welcher Klasse die Heddesheimer künftig spielen werden: Frank Schmitt wird Trainer der „Löwen“ bleiben. „Mein Gefühl ist, dass das meine letzte Trainerstation sein wird“, sagt der ehemalige Nationalspieler, der im Februar 57 wird. „Hier in Heddesheim passt es mit Vorstand und Mannschaft, wir haben einen guten Weg eingeschlagen, an dem ich gerne teilhaben würde.“
Erster Abgang steht schon fest
Schmitt kommt selbst aus Heddesheim und so, wie es aussieht, wird er mit der Mannschaft so oder so aufsteigen. Denn die Oberliga der Saison 2025/26 wird durch die Zusammenlegung mit den südbadischen und württembergischen Vereinen sportlich eine ganz andere Nummer als es die aktuelle Oberliga Baden noch ist. „Klar ist, dass wir uns verstärken müssen, egal für welche Liga“, weiß Schmitt, dass die Personalgespräche in vollem Gang sind.
Dem Kader nicht mehr gehört seit dem 1. Januar Fabian Engels an, der mit seinen Spielanteilen nicht zufrieden war und nach Plankstadt gewechselt ist. Auch David Walzenbach wird künftig beruflich bedingt die Rückrunde nicht komplett mitbestreiten können. Ob die angeschlagenen Routiniers Gianluca Pauli und Philipp Ullrich ab 19.30 Uhr in der Mörlenbacher Weschnitztalhalle antreten werden, steht noch nicht fest. Dass die HSG nach dem Rauswurf von Marcus Gutsche künftig von Gerrit Fey als Spielertrainer trainiert wird, hat man in Heddesheim registriert. „Ich denke nicht, dass sich da spielerisch viel ändern wird. Die Offensive lebt von Gerrit, auch Christian Buse ist immer für ein paar Tore gut. Aber wenn wir unser Ziel erreichen wollen, ist ein Sieg beim Aufsteiger Pflicht.“
Auch Gerrit Fey sieht die Rollen klar verteilt, will Heddesheim aber mit verbesserter Abwehr vor Probleme stellen: „Für uns geht es darum, uns wieder als echte Mannschaft unseren Zuschauern zu präsentieren und den Kampfgeist in die Waagschale zu werfen, der uns in der Vergangenheit stark gemacht hat.“
SGH-Frauen wollen in die Regionalliga
Wenn die Handballerinnen der SG Heddesheim ihr Oberligaspiel am Sonntag um 17.30 Uhr bei Verfolger HSG Walzbachtal gewinnen, übernehmen sie die Tabellenspitze vor dem TSV Rintheim. Ein Ziel, auf das die Heddesheimerinnen hinarbeiten. „Wir haben mit der Mannschaft gesprochen und die Mädels hätten darauf richtig Lust“, sagt SG-Trainer Branko Dojcak, der schon mit dem bisherigen Rundenverlauf sehr zufrieden ist. „Die Runde ist noch lang und wir müssen noch zu allen Mitkonkurrenten um den Aufstieg. Aber bisher läuft es super“, sagt Dojcak. Für ihn aktuell nicht, der Coach ist von einer Grippe schachmatt gesetzt, wird in Walzbachtal von seiner Co-Trainerin Tanja Werner vertreten. „Das wird kein einfaches Spiel. Aber wenn wir oben bleiben wollen, dann muss auch da ein Sieg her.“
Birkenauer Frauen in der Pflicht
Auch die Frauen des TSV Birkenau müssen am Sonntag um 17.30 Uhr ran. Im ersten Spiel des Jahres geht es für das Team von Trainer Emil Hofmann zum noch punktlosen Tabellenvorletzten KuSG Leimen. „Da muss ein Sieg her, egal, mit welcher Mannschaft wir dort spielen“, sagt Hofmann, der den beruflich verhinderten Julius Schäfer vertritt und dabei von Zweitmannschaftstrainerin Katharina Leinert unterstützt wird. „Lenny“ ist ein wichtiges Bindeglied, zumal das Oberligateam Unterstützung aus der zweiten Mannschaft braucht – unter anderem im Tor. Neben einigen angeschlagenen Spielerinnen fällt Jacqueline Fremr mit Kreuzbandriss komplett aus. AT
TSV Birkenau in Eppelheim
Am Samstag um 20 Uhr muss der Verbandsliga-Dritte TSV Birkenau beim TV Eppelheim ran. Nur die ersten beiden Mannschaften spielen auch 2025/26 in der Verbandsliga, das Birkenauer Ziel ist also klar umrissen. „Auch wenn wir noch nicht komplett sind, wollen wir da natürlich gewinnen“, sagt TSV-Trainer Stefan Pohl, der auch wieder auf den gesundeten Marvin Brock zurückgreifen kann.