Fußball

FV Leutershausen will die Trendwende einleiten

Gegen Aufsteiger Olympia Neulußheim peilt der Hirschberger Kreisligist den ersten Dreier des Jahres an. In Lützelsachsen sind die Ziele dagegen etwas größer.

Bei Jonas Meier-Küster (rechts) und dem FV Leutershausen ist derzeit der Wurm drin. Foto: Marco Schilling
Bei Jonas Meier-Küster (rechts) und dem FV Leutershausen ist derzeit der Wurm drin.

„So, wie wir in der Vorrunde einen Positivlauf hatten, so haben wir jetzt einen Negativlauf.“ Diesen Satz sagte Marcel Fischer, Spielleiter beim Fußball-Kreisligisten FV Leutershausen, nach der 4:6-Niederlage beim TSV Neckarau. Ein Punkt aus drei Spielen lautet die magere Bilanz der Hirschberger nach der Winterpause.

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Schenkt man dem Co-Trainer Jonas Meier-Küster Glauben, dann ist derzeit viel Aufbauarbeit gefragt. „Es ist echt frustrierend. Wir sind fußballerisch die bessere Mannschaft, unsere individuellen Fehler werden aber zur Zeit sofort und brutal bestraft“, sagt der Routinier. „Ich weiß gar nicht, ob Neckarau überhaupt eines seiner sechs Tore selbst herausgespielt hat.“

Platz zwei, der in der Vorrunde lange Zeit greifbar und realistisch war, ist inzwischen zu den Akten gelegt. Für den FV Leutershausen geht es darum, in die Köpfe wieder positive Energie und Erfolgserlebnisse zu bekommen. „Es ist zwar eine Floskel, aber wir müssen aktuell von Spiel zu Spiel schauen und allmählich das Gefühl vom Gewinnen wieder spüren und Selbstvertrauen bekommen“, sagt Meier-Küster, der hier mit seiner Erfahrung vorangeht. „Wir müssen punkten, punkten, punkten und wieder erfolgreich sein“, weiß er.

Richtiger Gegner zum aktuellen Zeitpunkt?

Möglicherweise kommt zu diesem Zeitpunkt der SC Olympia Neulußheim gerade recht. Der Aufsteiger hat in den bisherigen 19 Saisonspielen erst zwei Siege eingefahren und kämpft mit großen personellen Problemen. „Für uns ist es egal, ob der Gegner Erster oder Letzter ist. Es geht darum, drei Punkte zu holen“, ist Meier-Küster fest entschlossen, den Bock umzustoßen und in einen doch noch versöhnlichen Saisonausklang einzubiegen.

Vorgemacht hatte es sein Team im Hinspiel, als in Neulußheim ein 4:1-Sieg gelang. „Das ist eine unangenehme Mannschaft, die sicherlich 90 Minuten rennen wird, da sie noch um ihre letzten Chancen kämpft, um doch noch in der Liga zu bleiben“, erwartet der 35-Jährige unabhängig vom Tabellenplatz eine harte Nuss, erinnert aber an den Trumpf im Ärmel: „Wir spielen zuhause auf unserem großen Platz – das könnte uns entgegenkommen.“

TSG will Platz zwei behaupten

Die konträre Gefühlslage herrscht derzeit bei der TSG 91/09 Lützelsachsen vor. Die Saasemer haben sich nach der Winterpause mit drei Siegen aus vier Spielen auf Platz zwei verankert und entscheiden derzeit auch die Spiele für sich, in denen es holprig läuft oder umstrittene Entscheidungen gibt. Wenn dann – wie zuletzt – auch noch die Konkurrenz patzt, ist die Freude doppelt groß. Zur Erinnerung: Am vergangenen Wochenende ließen mit dem SC Käfertal (2:2 gegen Brühl II) und dem MFC Lindenhof (1:2 bei Schlusslicht FC Hochstätt Türkspor) gleich zwei Kontrahenten Punkte liegen.

Am Sonntag besteht für die Elf um Trainer Frank Schüssler nun die Gelegenheit, dem Nachbarn aus Leutershausen zu demonstrieren, wie man beim TSV Neckarau erfolgreich ist. Um 17 Uhr will die TSG den Relegationsplatz mit einem Dreier verteidigen.