Handball

Kampfgeist und Moral stimmen bei der S3L

Dennoch unterliegt der Hirschberger Drittligist der starken HG Saarlouis mit 24:29. Max Preller gibt nach langer Pause sein Comeback.

Hannes Weindl war nach einem schweren Foul sichtlich beeinträchtigt, mit sieben Treffern aber trotzdem wieder bester S3L-Schütze. Foto: Thomas Rittelmann
Hannes Weindl war nach einem schweren Foul sichtlich beeinträchtigt, mit sieben Treffern aber trotzdem wieder bester S3L-Schütze.

Saarlouis. Kampfgeist und Moral stimmten zwar beim Auswärtsspiel bei der HG Saarlouis, dennoch kassierten die Drittliga-Handballer der S3L beim 24:29 (12:16) am Samstagabend ihre siebte Saisonniederlage. Durch die Niederlage im direkten Duell der Tabellennachbarn rutschten die Bergsträßer im Gesamtklassement der 3. Liga Süd-West hinter den Saarländern auf Platz fünf ab.

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Obwohl es bei der HG zuletzt nicht rundlief, gilt Saarlouis nach wie vor als Top-Team der Liga. Diesem Anspruch war das Team aus der deutsch-französischen Grenzregion vor allem im Hinspiel gerecht geworden, als die S3L in der Heinrich-Beck Halle mit deutlichem Abstand (42:34) und einer damals noch wesentlich besseren personellen Aufstellung verlor. Umso zufriedener zeigten sich die Verantwortlichen, dass man sich trotz der Niederlage und eines dramatisch reduzierten Kaders am Samstag mehr als achtbar aus der Affäre gezogen hat. „Ein Spieler mehr im Rückraum und wir hätten das Ding gewonnen“, war sich der scheidende S3L-Trainer Thorsten Schmid sicher.

Verheißungsvoller Start

Die S3l kam von den ersten Minuten an gut ins Spiel und machte fast alles richtig. Durch ein Tor von Simon Spilger in der 24. Minute gingen die Hirschberger sogar kurzfristig in Führung (12:11). Doch die Freude währte nicht lange, mehrere leichte Fehler in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit ließen die Saarländer zunächst wieder herankommen und danach deutlich in Führung gehen. Mit vier Toren Rückstand (12:16) aus Sicht der Hirschberger ging es somit in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit startete die S3L erneut durch, Maximilian Kessler brachte die Gäste wieder gefährlich nah heran (20:21, 44.). Doch erneut waren es die letzten Spielminuten, in denen Kraft und Konzentration nachließen.

Sorgen um Weindl und Schetters

„Einige Jungs mussten die ganze Zeit durchspielen, weil wir kaum Möglichkeiten hatten, auszuwechseln, es ist völlig klar, dass dann am Ende einfach die Kräfte nachlassen“, resümierte Schmid. Hinzu kam, dass sich auch noch Tobias Schetters während der Partie am Rücken verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte. Auch Spielmacher Hannes Weindl war nach einem schweren Foul beeinträchtigt. Umso höher ist seine Leistung zu werten; mit sieben Treffern erzielte er auch in dieser Partie die meisten Tore für die S3L.

Insgesamt war Schmid voll des Lobes für seine Mannschaft. „Mit viel Kampfgeist, viel Moral und einer tollen Teamleistung haben wir das Optimale gegen Saarlouis rausgeholt“, freute er sich. Am Ende sei es jedoch schade, dass man sich selbst nicht mit einem deutlich besseren Ergebnis oder vielleicht sogar mit einem Sieg belohnt habe. Das sei nämlich durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.

In der Summe seien es dann aber die 20 Fehlwürfe gewesen, die ein besseres Ergebnis verhindert hätten, so Schmid. „Das ist ein Todesstoß gegen eine so abgezockte Mannschaft wie Saarlouis.“

Nächstes Topspiel am Samstag

Erfreulich mit Blick auf das nächste Verfolgerduell gegen den Tabellendritten Longericher SC Köln (30:10 Punkte, 671:577 Tore) am Samstag, 15. Februar: Max Preller feierte am Samstagabend nach langer Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback, dabei gelangen ihm auch gleich zwei Tore.

„Wir wissen alle, dass das wieder ein richtig schwerer Gegner ist“, sagt Thorsten Schmid über den kommenden Gegner. „Wenn wir selbst oben dranbleiben wollen, müssen wir halt gewinnen“, schmunzelt der Coach. Möglich sei dies freilich nur mit einer ähnlich starken kämpferischen Leistung wie in Saarlouis –und vor allem mit der lautstarken Unterstützung durch die Fans. Anwurf in der Heinrich-Beck Halle in Leutershausen ist um 19.30 Uhr. feh

S3L Handball: Schlafmann, Ullrich; Schreiber (4), Krämer (2), Schwarzer (1), Spilger (2), Weindl (7), Burkard, Schetters (1), Bauer, Preller (2), Kessler (5).