Kreisklasse A: Kein gutes Wochenende
Auch am zweiten Spieltag zahlten die Aufsteiger Lehrgeld, Hemsbach kassierte bereits die zweite Klatsche. Zufriedenheit herrscht dagegen bei der TSG Weinheim II.
Bereits nach fünf Minuten ging die TSG 62/09 Weinheim II beim TSV Schönau durch Jan Röller nach einem Eckstoß per Direktabnahme in Führung. Danach mussten die Gäste zweimal den Elfmeterpfiff gegen sich hinnehmen, beide Male war Yücel der erfolgreiche Torschütze (21., 30.). Noch vor dem Pausenpfiff schlugen die Weinheimer zurück, als Anil Kirtay nach einem Diagonalball zum Abschluss kam und zum 2:2 einschob (37.).
Im zweiten Durchgang blieb die Partie im Dunste der hitzigen Temperaturen abwechslungsreich und Niklas Becker nutzte aus dem Getümmel heraus die Chance zum 2:3 (58.). Der TSV setzte dann in einer Drangphase den erneuten Ausgleich zum 3:3. „Nach den letzten zehn Minuten hätte das Ergebnis auch 8:8 ausgehen können“, gab TSG-Trainer Halit Kaynak anschließend zu Protokoll. Beide Teams hatten ihre defensive Ordnung in der Schlussphase abgelegt und ein Chancenfeuerwerk eröffnet, dem auf beiden Seiten letztlich nur die Krönung in Form des Siegtreffers fehlte. „Daraus schließend ist das Unentschieden als Endergebnis aber gerechnet“, wertete Kaynak, der mit dem Punktgewinn am Ende konform ging.
TSG 62/ 09 Weinheim II: Wiegand; Becker, Genova (46. Obermann), Ragni (46. Tewdros), Morina (59. Kocapinar), Kirtay (46. Kuzu), Röller, Fiederlein, Kilichan (88. Manniello), K. Kanak, H. Kaynak.
Tore: 0:1 Röller (5.), 1:1 Yücel (21., Foulelfmeter), 2:1 Yücel (30., Foulelfmeter), 2:2 Kirtay (37.), 2:3 Becker (58.), 3:3 Lubaczewski (73.).
Schlafmützige Sulzbacher
Munter mitgespielt, 3:1 geführt und am Ende nach zwei Spieltagen null Punkte auf dem Konto: Der TSV Sulzbach muss sich nach der 4:5 (3:3)-Niederlage in Feudenheim in der Kreisklasse A2 erst mal unten orientieren. „Mit etwas Glück halten wir das 4:4, aber Feudenheim wird am Ende der Saison weit oben stehen. Wir hatten zwei Mal fünf schlechte Minuten“, so TSV-Coach Ümit Erdem in seiner Spielanalyse.
Nach einem Kopfball von Hilbert liefen die Gäste früh einem Rückstand hinterher (5.), schienen allerdings zunächst unbeeindruckt. Yusuf Yarimbiyik (14.) und Seedy Essa Jobe (28.) drehten die Partie innerhalb von 20 Minuten. Tolga Sari legte mit einem Traumtor aus 25 Metern sogar noch einen drauf – 3:1 (35.).
Dann aber „schlief“ der TSV und fing sich noch vor der Pause zwei weitere Tore. Aksoy brachte Feudenheim später gar mit 4:3 (61.) in Front.
Essa Jobe konnte für die Erdem-Elf zwar nochmal ausgleichen, danach ging den Sulzbachern jedoch die Puste aus. Hilbert nutzte dies zu seinem zweiten Treffer und machte in der 82. Minute den Sieg für Feudenheim perfekt.
TSV Sulzbach: Kordes; Fading, Fischer (71. Lahr), Altun, Tafiljaj, Sari (71. Devantier), Essa Jobe, Kohl (84. Post), Grünewald, Kamuff (58. Miftari), Yarimbiyik (66. Amadu).
Tore: 1:0 Hilbert (5.), 1:1 Yarimbiyik (14.), 1:2 Essa Jobe (28.), 1:3 Sari (32.), 2:3 Aksoy (38.), 3:3 Ertas (41.), 4:3 Aksoy (59.), 4:4 Essa Jobe (73.), 5:4 Hilbert (82.).
Schriesheim weiter ohne Punkte
Der SV Schriesheim bleibt nach der 1:3-Auftaktniederlage gegen Schönau am vergangenen Wochenende auch im zweiten Saisonspiel der Fußball-A-Klasse ohne Punktgewinn. Trotz guter Phasen und einer zweimaligen Führung verlor der SVS am Sonntagnachmittag mit 4:2 bei DJK Feudenheim.
Die erste Hälfte hatte es mit vier Toren direkt in sich. Der Gastgeber startete gut, doch die Freude über die beiden Führungstreffer hielt nie lange an. Nach dem ersten Treffer brauchte die DJK in Person von Jan-Niklas Otte nur fünf Minuten für eine Antwort. Nach dem 1:2 ließ die Antwort – erneut durch Otte – sogar nur zwei Minuten auf sich warten, ein Sonntagsschuss in der 45. Minute sorgte für das 2:2.
Feudenheim erhöhte in der zweiten Hälfte zunehmend den Druck und ging in der 70. Minute durch Strack erstmals in Führung. „Wir haben in der zweiten Halbzeit zu viele Individuelle Fehler gemacht. Nach dem 2:3 hauen wir dann zwar noch einmal alles rein, aber am Ende sollte es einfach nicht sein“, lautete das Fazit von Schriesheims Trainer Marco Weber.
Nach einem Konter in der Schlussphase machten die Gastgeber mit dem Treffer zum 4:2 den Sack zu.
SV Schriesheim: Menges; Urban, Batt, Markus, Buhl, Wendefeuer, Zschippig, Mijatovic, Rieger, Esposito, Fernandes.
Tore: 0:1 (29.), 1:1 Otte (34.), 1:2 (43.), 2:2 Otte (45.), 3:2 Strack (70.), 4:2 Kielmann (89.).
Desolate Hemsbacher Abwehrleistung
Eine heftige 3:7-Klatsche kassierte die SG Hemsbach in der Fußball-A-Klasse gegen den TSV Amicitia Viernheim II. Im Anschluss an die Partie fand Hemsbachs Pressewart Thomas Mahler klare Worte zu der Leistung seines Teams: „Das war schon fast ein Bewerbungsschreiben für den Abstieg, auch wenn wir noch früh in der Saison sind.“
Viernheim war von Anfang an das bessere Team, die Hemsbacher hielten aber in der ersten Hälfte zumindest noch gut dagegen und gingen nur mit einem 0:2-Rückstand in die Pause. Der zweite Durchgang wurde zum Albtraum für die Hemsbacher Defensive. Reihenweise individuelle Fehler machten den Gästen das Toreschießen leicht, in der 80. Minute stand es bereits 1:6. Ein Doppelschlag von Roman Magel in der 81. und 86. Minute zum 3:6 war reine Ergebniskosmetik und keine echte Gefahr mehr für die Viernheimer. Ein Elfmeter sorgte letztlich für den 3:7-Entstand.
Mahler kritisierte vor allem die Defensivleistung seiner Mannschaft: „Das sind reihenweise Individuelle Fehler, die so nicht passieren dürfen. Mit so einer Abwehr wird es schwer spielen zu gewinnen, wir müssen uns jetzt zusammenreißen.“
SG Hemsbach: Zimmermann, Pascarella (46. Iris), Krombholz, Yalcintas (46. Sever), Jung, Gassner, Reich (56. Acar), Terrazzino, Pa Malick (46. Rudi), Rettig, Magel.
Tore: 0:1 Collier (39.), 0:2 Haas (43.), 1:2 Rudi (47.), 1:3 Parlasku (54.), 1:4 Haas (60.), 1:5, 1:6 Mandel (71., 81.), 2:6, 3:6 Magel (82., 86. Magel), 3:7 Beikert (Foulelfmeter, 90.).
United gibt wildes Spiel aus der Hand
Im A-Klassen-Duell zwischen der SG Viernheim und United Weinheim wurde das Ergebnis (3:2 für Viernheim) am Ende zur Nebensache. Ein Viernheimer Zuschauer sorgte für einen Eklat, indem er sich Sandsäcke überzog und rief: „Holt die Waffen raus, wir machen Weinheim fertig.“ Entsprechend schockiert reagierte Uniteds stellvertretender Vorsitzender Sükru Cansiz: „Sowas hat im Fußball nichts zu suchen und wir verurteilen dies. Wir werden das dem Verband melden.“
Dabei bot die Partie eigentlich genug Emotionen. „Wir haben die SG in Halbzeit eins kontrolliert, haben tollen Fußball gespielt und müssen viel höher führen“, analysierte Cansiz die ersten 40 Minuten. Bis dahin hatte Murat Kapucu seine Farben mit 2:0 (34./36.) in Führung geschossen, ließ aber weitere Hochkaräter liegen. So verkürzte Viernheim noch vor Pause (42.) auf 1:2.
Nach Wiederanpfiff hatte Viernheim zunächst seine Nerven nicht im Griff: Ein Nachtreten von Yagiz ahndete der Unparteiische zurecht mit Rot (61.). Mit dem Mute der Verzweiflung wollte der Gastgeber dennoch den Ausgleich, United dagegen „fand den Fußball der ersten Halbzeit nicht mehr.“ Folgerichtig glich Wiley zum 2:2 (75.) aus. Und als wäre das nicht genug, versetzte der gleiche Spieler United per Foulelfmeter sogar noch den Knock-out (86.). Mit nur einem Punkt aus zwei Partien hat United den Start verpatzt.
United Weinheim: Özcan; Ö. Yücel, K. Yücel, Ferrarese, Ugboaja, Uche, M. Yücel, Ramadan (86. Akarsu), Hancer, K. Kapucu (66. Mehmeti), M. Kapucu.
Tore: 0:1, 0:2 M. Kapucu (34., 36.), 1:2 Schreck (42.), 2:2, 3:2 Wiley (75.; Elfmeter/86.). – Besonderes Vorkommnis: Rot für Yagiz (SG) wegen Nachtretens (61.).
Fortuna II trifft das Tor nicht
Eine Menge gutmachen wollte die Zweitvertretung der Heddesheimer Fortuna nach der deftigen 0:4-Niederlage in Blumenau zum Saisonauftakt. Geklappt hat dies am Samstag gegen die überaus clever agierende SG Mannheim nur bedingt: Mit 1:2 (0:2) kassierte die Elf von Trainer Tobias Maier im zweiten Spiel die zweite Niederlage – trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung.
Geschuldet sei die Niederlage in erster Linie einer mangelhaften Chancenverwertung sowie zwei „gravierenden individuellen Fehlern“ gewesen, berichtete Spielausschussvorsitzender Wolfgang Geißinger. Während die Mannheimer „aus keiner ernst zu nehmenden Chance“ zwei Tore erzielt hätten, vergab Sonko vom Elfmeterpunkt die größte Chance zum möglichen 1:1-Ausgleich (32.). Und auch nach der Pause ließen die Fortunen sämtliche Gelegenheiten liegen, erst in der 86. Minute gelang es Sammet per Foulelfmeter, den Mannheimer Abwehrriegel zu knacken.
Fortuna Heddesheim II: Weilbuchner; Beutel, Wetzel, Bellan (86. Lehmann), Sonko, Geißinger, Sammet (86. Marras), Lange (63. De la Porte), Horak, Hassanzadeh, Rohrmann (74. Pugar).
Tore: 0:1 Filipovic (11.), 0:2 Shukeirik (34.), 1:2 Sammet (86., Foulelfmeter). – Besondere Vorkommnisse: Sonko (FVH) verschießt Foulelfmeter (32.). Rot für Rimac (SG Mannheim) wegen Notbremse (74.).