Handball

Luca Roll wird zur Vollbremse

Birkenauer Torhüter ist für Dossenheim kaum zu überwinden. Und weil die Abwehr steht, feiert der TSV ein Schützenfest

Luca Roll brachte die Angreifer der TSG Dossenheim serienmäßig zur Verzweiflung. Weil die Birkenauer Abwehr auch ansonsten sicher stand, sprang am Ende ein klarer 44:19-Erfolg für den TSV heraus. Foto: Mathias Brock
Luca Roll brachte die Angreifer der TSG Dossenheim serienmäßig zur Verzweiflung. Weil die Birkenauer Abwehr auch ansonsten sicher stand, sprang am Ende ein klarer 44:19-Erfolg für den TSV heraus.

Der TSV Birkenau spielte sich im jüngsten Spiel der Handball-Verbandsliga in einen Rausch und besiegte die TSG Germania Dossenheim mit 44:19 (21:8) deutlich. Die Falken wollten nach der durchwachsenen Leistung in der Vorwoche von Beginn an zeigen, was sie wirklich zu leisten im Stande sind. Sehr fokussiert zeigte sich die Defensive, bestens organisiert von Ronny Unger, gleich in den ersten Aktionen. Da auch der Angriff sehr dynamisch und konsequent von allen Akteuren gespielt wurde, war der Start beim 4:0 schon geglückt.

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Dossenheim hatte die Möglichkeit, in Überzahl ins Spiel zu finden, doch es entwickelte sich eine Geschichte mit dem Hauptakteur Luca Roll im Gehäuse des TSV. Der sammelte mit jeder Parade mehr Selbstvertrauen und vernagelte sein Tor bis zum 7:0 (11.). Dossenheim traf zum Anschluss gegen Patrick Samardzic per Strafwurf und Luca Roll zog sich wieder die weiße Weste an.

Rote Karte stoppt den TSV nicht

Die Falken spielten weiter sehr druckvoll, gewannen ihre Zweikämpfe und waren beim 12:1 (16.)durch Marco Jöst auch aus dem Rückraum erfolgreich. Im Anschluss gelang es den Gästen von der Bergstraße in der 18. Minute Roll erstmals zu überwinden, der seine phänomenale Leistung bis zu seiner Auswechslung in der 50. Minute aufrecht erhielt. Das Spiel war da jedoch längst entschieden. Der TSV verteilte die Spielzeit auf mehrere Schultern und über 15:4 (23.) und 19:6 (26.) erspielten sich die Falken vor guter Kulisse eine 21:8-Pausenführung. Einziger Wermutstropfen war die Rote Karte gegen Marian Kleis (28.), der nach leichtem Kontakt im Gegenstoß das Spiel nur noch von draußen betrachten durfte.

„Kompliment an die Jungs, die ersten 30 Minuten waren wir sehr konsequent. Haben vorne hochprozentig getroffen und defensiv hat gerade das Zusammenspiel zwischen Block und Torhüter sehr gut funktioniert. Luca hat mit seiner Leistung dem Ganzen die Krone aufgesetzt“, war Trainer Stefan Pohl angetan. Auch in der zweiten Halbzeit hielten die Falken die Spannung und erhöhten schnell auf 26:9 (36.). In der Folge gelangen nun immer wieder Ballgewinne, die vor allem durch die pfeilschnellen Außen Majirsky und Schmitt sicher in Tore umgemünzt wurden.

Mit 31:12 (43.) und 34:15 (50.) war das Spiel zwar längst nicht mehr spannend aber weiter von hoher Dynamik und Spielfreude der Falken geprägt. Die Außen per Gegenstoß, die Rückraumspieler im Zweikampf oder Distanzwurf, oder die Kreisläufer nach Zuspielen von Robin Rahn, Birkenau zeigte im Angriff die volle Palette. In der Abwehr sammelte Ronny Unger einen Block nach dem anderen und als Luca Roll unter dem Beifall der Zuschauer für Patrick Samardzic Platz im Tor machte, entschärfte der direkt zum Einstand einen Strafwurf der Gäste und zeigte ebenfalls eine starke Leistung.

Die Falken waren im Flow und hielten auch in den verbleibenden zehn Minuten das Tempo hoch. Der TSV schraubte das Ergebnis über 38:16 (55.) zum letztendlich verdienten 44:19 Endergebnis. „Ich hatte einfach die ersten Würfe einen guten Touch und ab da war ich auch in den Köpfen der Schützen“, strahlte der überglückliche Falken-Torhüter Roll nach Abpfiff über seiner Leistung. „Mir war wichtig, dass wir vor allem auch vor eigenem Publikum zeigen, was wir können. Wir haben in wirklich allen Mannschaftsteilen geliefert. Klar war Dossenheim heute vielleicht nicht der stärkste Gegner, aber mir hat imponiert, wie wir das durchgezogen haben. Man hat heute förmlich spüren können, wie viel Spaß die Jungs am Spiel hatten“, freute sich auch Pohl. sp

TSV Birkenau: Roll, Samardzic; May (3), Unger (5/1), Majirsky (9), Hirsch (6/1), Rahn, Brock (2), Fickel (4), Jöst (5), Kleis, Sedlacek (4), Schmitt (6).

Bester Werfer Dosssenheim: Schlicksupp (5).