Fußball

Lützelsachsen spielt unterirdische erste Hälfte

A-Klasse: TSG 91/09 II kassiert 3:5 gegen den FV Fortuna Heddesheim II. Sulzbach schlägt Leuterhausen II dank Vierfach-Schütze Mentor Tafiljaj

Colin Schwerdtfeger (am Ball) gehörte zwar zu den Lützelsachsener Torschützen, das dürfte über die Derbyniederlage aber nicht hinwegtrösten. Foto: Katrin Oeldorf
Colin Schwerdtfeger (am Ball) gehörte zwar zu den Lützelsachsener Torschützen, das dürfte über die Derbyniederlage aber nicht hinwegtrösten.

Das kam aus dem Nichts: Nach der glanzvollen Vorstellung der TSG 91/09 Lützelsachsen II im Fußball-Kreispokal sah sich die Mannschaft von Trainer Ruben Castro gut vorbereitet auf den Start in der Kreisklasse A. Das 3:5 gegen die als Mitfavorit um die Spitzenplätze gehandelten Gäste des FV Fortuna Heddesheim II ärgerte Pressewart Oliver Kratzer entsprechend. „Die erste halbe Stunde war von unserer Seite aus wirklich unterirdisch. Da gab es zwei, drei Totalausfälle, die wir nicht kompensieren konnten“, fasste Kratzer die erste Hälfte schonungslos zusammen.

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Zwar fehlten mit Marius Matter und Marcel Ligendza zwei wichtige Stützen in der Abwehr. „Die anderen können das aber eigentlich auch, das darf keine Ausrede sein.“ Zur Pause lagen die Gastgeber mit 1:3 zurück, die Gegentore fielen nach krassen Defensivfehlern zweimal über Foulelfmeter, verwandelt von Arbenit Hoti und einmal „aus einem spitzen Winkel durch Kevin Mildenberger, der niemals zum Tor führen darf.“Nach der ersten halben Stunde und einigen Korrekturen seitens Trainer Ruben Castro kamen die Gastgeber etwas besser in die Partie. Ein von Heddesheim verschuldeter und von Jan Kuchenbecker verwandelter Foulelfmeter führte immerhin noch zum 1:3 vor der Pause.

Doch die Hoffnung, dass Lützelsachsen noch einmal herankam, währte nicht lange. Kurz nach Wiederanpfiff traf Heddesheim bereits zum 1:4. Die TSG 91/09 schloss durch einen Doppelschlag in der 57. (Colin Schwerdtfeger) und 59. Minute (Ibrahim Bouramdame) zum 3:4 auf, ehe ein Sonntagsschuss des Heddesheimers Muhammad Jaithe in der 77. Minute den 3:5-Endstand bedeutete. „Mit der Vorstellung heute hätten wir aber auch nicht mehr verdient“, befand Kratzer.

Auch Csög lange verletzt

Die Lützelsachsener Personallage ist auch durch zwei schwere Verletzungen getrübt. Im Kreispokal-Wettbewerb zog sich Hendrik Meister einen Kreuzbandriss zu, beim Pokaleinzug ins Viertelfinale gegen den FV Leutershausen stürzte der Schütze des einzigen Tors, Christopher Csög, auf die Schulter und fällt mit Schlüsselbeinbruch aus.

Deutlicher Sieg für Sulzbach

Sulzbach. Am ersten Spieltag der neuen A-Klassen-Saison feierte der TSV 1887 Sulzbach einen Auftakt nach Maß: Im Heimspiel gegen den Aufsteiger FV Leutershausen II gab es ein deutliches 6:2. Nach einer ergebnistechnisch ausgeglichenen ersten Halbzeit zog Sulzbach um Vierfach-Torschütze Mentor Tafiljaj nach der Pause deutlich davon.

Nicht aufzuhalten: Mentor Tafiljaj traf für den TSV 1887 Sulzbach beim klaren Derbysieg gegen Leutershausen (rechts David Helm) gleich viermal. Foto: Katrin Oeldorf
Nicht aufzuhalten: Mentor Tafiljaj traf für den TSV 1887 Sulzbach beim klaren Derbysieg gegen Leutershausen (rechts David Helm) gleich viermal.

Der A-Klassen-Neuling aus Leutershausen hielt in der Anfangsphase gut mit und drehte einen 0:1-Rückstand durch Marcel Siegmund und den Ex-Leutershausener Lenny Strohmenger innerhalb von fünf Minuten zur eigenen 2:1-Führung (32.). Der TSV brauchte aber nicht lange, um diese zwei Gegentreffer abzuschütteln. Mentor Tafiljaj traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit seinem zweiten Treffer zum Ausgleich. „Der Treffer kurz vor der Pause war enorm wichtig für uns, um nicht mit einem Rückstand in die Kabine zu gehen“, ordnete Trainer Ümit Erdem den Treffer ein.

Nach dem Seitenwechsel drehte die Elf von Erdem dann auf, wurde immer überlegener und entwickelte mehr Zug zum Tor. Kurz nach dem Treffer zum 3:2 von Jaylen Follo schwächte Moritz Böhler seine Leutershauseer durch eine Rote Karte nach Ellenbogeneinsatz selbst. Die letzten 25 Minuten in Überzahl nutzte der TSV dann eiskalt und zog auf 6:2 davon. Neben dem Mann des Spiels, Mentor Tafiljaj, trug sich Artur Gugenheimer in der 85. Minute noch in die Torschützenliste ein. „Nach der Roten Karte gingen die Köpfe nach unten, auch weil wir nicht wechseln konnten“, sagte FVL-Trainer Dominik Sättele.

Besonders mit der zweiten Hälfte zeigte sich TSV-Trainer Erdem zufrieden: „Bei einem ersten Saisonspiel ist es klar, dass noch nicht alles perfekt funktionieren kann, aber ich finde, wir hatten in der zweiten Halbzeit einen guten Zug zum Tor und letztendlich auch in der Höhe verdient gewonnen.“ Der FVL startete mit einem ernüchternden Ergebnis. Die Leistung bis zur Roten Karte macht dennoch Mut.

8:1 bringt Schriesheim die Spitze

Schriesheim. Mit einem 8:1-(4:1)-Schützenfest gegen den SC Blumenau ist der SV Schriesheim in die Fußball-A-Klasse gestartet und hat sich direkt die Tabellenführung gesichert. Gegen überforderte Mannheimer sorgten Simon Plewa mit vier und Sven Richter mit drei Toren im Alleingang für den ersten Saisonsieg. „Wir wissen, dass Simon, wenn er in Fahrt ist, Spiele entscheiden kann. Für Sven freut es mich, dass er den Abschluss gesucht hat“, sagte Trainer Michael Eisenhauer.

In einer einseitigen Partie dominierte Schriesheim und ging nach einer Viertelstunde nach verwandelten Foulelfmeter durch Plewa in Führung. Anschließend rollte der SVS-Express über Blumenau, Treffer von Plewa (2) und König sorgten für eine beruhigende Halbzeitführung. Da störte auch das 4:1 kurz vor der Pause (44.) durch Allan Berger nicht.

Schriesheim hatte auch nach der Pause richtig Lust aufs Toreschießen, erhöhte durch Richter (69.) sowie den eingewechselten Adrian Mildenberger (75.) auf 6:1. Den Schlusspunkt setzte der überragende Plewa mit einem Doppelpack (81./90.) zum verdienten 8:1. Den Sieg wollte Eisenhauer allerdings nicht überbewerten.

Ordentlicher Weinheimer Einstand

Vom Ergebnis her vielleicht ein wenig enttäuscht, letztlich aber doch zufrieden durften die A-Klassen-Fußballer der TSG 1862/09 Weinheim sein. Zum Auftakt in die A-Klasse gab es gestern im Heimspiel gegen die SG Mannheim ein 1:1. Ein Spiel, das die Gastgeber durchaus hätten gewinnen können.

Weinheims U23 kam sehr gut ins Spiel, hatte schon in der ersten Hälfte etliche Gelegenheiten auf ein Tor, nutzte seine Chancen aber nicht. „Der Gegner hatte keinen Zugriff auf uns. Von daher ist es ein bisschen ärgerlich, dass wir mit 0:0 in die Pausen gehen“, sagte TSG-Trainer Andreas Dörrlamm. Doch die TSG kam gut aus der Pause und nach einem schönen Spielzug lief es Luca Obermann in der 49. Minute beim 1:0 endlich im Mannheimer Tor klingeln.

Im Anschluss verpasste es Weinheim aber mit einem der Konter nachzulegen, ließ sich von der robusten Gästespielweise etwas den Schneid abkaufen. „Das war alles im Rahmen, aber wir haben uns etwas einschüchtern lassen.“ Dem 1:1 von Luka Zivkovic in der 77. Minute war eine Abseitsstellung rausgegangen. „Wir standen auf der Höhe und konnten es sehen. Kein Vorwurf an den Schiedsrichter, für ihn war es schlecht zu sehen“, kommentierte Dörrlamm fair.

SC United patzt in Sandhofen

Mannheim. Der SC United Weinheim hat zum Auftakt in die Fußball-Kreisklasse A einen gebrauchten Tag erwischt und beim SKV Sandhofen mit 1:4 (1:2) verloren. „Die Niederlage geht in Ordnung, wir müssen uns an die eigene Nase fassen und es nächste Woche besser machen“, sagte Pressewart Sükrü Cansiz nach Spielende und ergänzte: „Wir haben jede Saison so eine Partie dabei, ich hoffe, das war es dann jetzt auch.“ Schließlich will der SCU aufsteigen, da tun solche Patzer weh.

United wurde bei tropischer Hitze im ersten Ligaspiel n eiskalt erwischt und lag durch einen Treffer von Leotrin Kqiku bereits nach zwei Minuten 0:1 hinten. „Es war ein toter Ball, der durch den Verteidiger nochmals gefährlich wird. Das hat natürlich alles kaputtgemacht“, sagte Cansiz. In der Folge fand Weinheim nur schwer ins Spiel, Sandhofen dagegen präsentierte sich vor dem Tor eiskalt, erhöhte durch Lukas Geiger nach 34 Minuten auf 2:0. Durch einen verwandelten Foulelfmeter kurz vor der Pause (40.) hielt Özdemir Gürsoy United im Spiel.

Richtig zwingend wurde es allerdings nicht mehr „weil wir einfach einen gebrauchten Tag erwischt haben“. Es lief einfach nichts zusammen. Der Gastgeber nutzte in Minute 67 einen Umschaltmoment konsequent und erhöhte durch Kqiku zum 3:1, die Vorentscheidung. Pascal Römer (88.) ließ sogar noch das 4:1 folgen.

SG Hemsbach spielt schwach

Mit einem „Fehlpassfestival“ hat die SG Hemsbach den Saisonstart der Fußball-A-Klasse verpatzt und gegen die SG Viernheim mit 1:2 (0:1) verloren. „Ich habe selten ein Spiel mit so vielen Fehlpässen erlebt. Das war eine Katastrophe“, sagte Pressesprecher Thomas Mahler. Seinen Frust über eine schwache erste Hälfte konnte auch Spielertrainer Luciano Monachello nicht verbergen und wechselte zur Halbzeit gleich drei Mal.

Bis dorthin hatte die SGH 0:1 zurückgelegen, Baris Unvar hatte die Gäste in der 13. Minute nach einem Eckball in Führung geköpft. Hemsbach seinerseits hatte trotz „einer schlimmen ersten Halbzeit“ einige Chancen. Die beste vergab Lorik Wittmann nach einer halben Stunde, als er das leere Tor nicht traf. Nach der Pause und mit neuem Wind durch die eingewechselten Alen Bozoki, Fofana Pa Malick sowie Eren Acar besserte sich die Partie, ohne das es allerdings nennenswerte Aktionen Richtung Tor gab. fg/AT/ts

Hemsbach rannte an, ließ aber die nötige Effektivität im letzten Drittel vermissen. Und so erhöhte Viernheim mit der einzigen nennenswerten Aktion in Halbzeit zwei nach 75 Minuten durch Julian Ferraraccio auf 2:0. Mit dem Mut der Verzweiflung konnte Hemsbach durch Pa Malick nach Steilpass von Bozoki in der 85. Minute auf 1:2 verkürzen. Wittmann mit einer Direktabnahme knapp über das Tor (88.) und Monachello (90.) aus spitzem Winkel am Tor vorbei ließen die zwei letzten Möglichkeiten liegen.