Handball

Noch immer fehlen der S3L II die Punkte

Steigerung der zweiten Mannschaft in der Regionalliga ist erkennbar, aber noch gibt es zu viele schwache Phasen. Drittliga-Team fährt zum Spitzenreiter

Routinier Jonathan Scholz sprang zuletzt auch im Regionalliga-Team von Saase3Leutershausen II ein. Am Samstag spielen Herren I und II parallel. Foto: Gian-Luca Heiser
Routinier Jonathan Scholz sprang zuletzt auch im Regionalliga-Team von Saase3Leutershausen II ein. Am Samstag spielen Herren I und II parallel.

Für die Regionalliga-Handballer von Saase3Leutershausen II stehen nach fünf Spielen immer noch null Punkte auf der Habenseite der Tabelle. Schaut man auf die nackten Zahlen, scheint die Tabelle nicht zu lügen. Denn momentan stellt man den schwächsten Angriff und die schwächste Abwehr. Wie so oft ist das dann aber nur die halbe Wahrheit.

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Nach dem schwachen Saisonstart und drei deftigen Klatschen gegen Bittenfeld II, Albstadt und Schwäbisch Gmünd sah die S3L II gegen Weinsberg und Waiblingen Licht am Ende des Tunnels. Die Mannschaft findet sich langsam zusammen und die Moral stimmt. Punkte gab es aber weiterhin keine, und das ist das, was am Ende unter dem Strich steht.

Einen neuen Versuch startet das Team von Trainer Timo Baumann nun am Samstag ab 20 Uhr gegen den TV Plochingen in der Sachsenhalle. Die Schwaben haben vor der Saison einen größeren Umbruch verkraften müssen. Im Kader befinden sich viele junge Talente. Trotzdem war man vor der Saison zuversichtlich, einen Platz im oberen Mittelfeld belegen zu können, eher mit der Tendenz nach oben. Schaut man nach fünf Spielen auf die Tabelle, dürfte die Prognose passen. Nach Siegen über Albstadt, Blaustein und Weinsberg, alle zuhause, und Niederlagen in Heiningen und Schwäbisch Gmünd, steht Plochingen mit 6:4 Punkten auf Rang sieben.

Eine Frage der Konstanz

Die Heimsieben von Timo Baumann hofft, endlich den „Turn-Around“ schaffen zu können. Auch wenn es in den letzten Wochen immer besser wurde, Niederlagen nagen eben am Selbstbewusstsein. „Wir wollen die guten Phasen vom Sonntag konservieren und endlich über die gesamte Spielzeit dieses Niveau halten. Es gibt klare Vorgaben an die Mannschaft und diese gilt es 60 Minuten lang umzusetzen. Wir sehen insgesamt schon eine klare Leistungssteigerung, aber leider haben wir noch zu viele schwache Phasen.“ Der TV Plochingen verfügt mit den beiden Halbspielern Manuel Bauer und Nick Bischoff über einen sehr starken und dynamischen Rückraum. Am Samstag spielen die Damen (15.15 Uhr) und die Herren III vor der zweiten Mannschaft. Bei diesem Heimspieltag hoffen alle auf die Unterstützung der Fans in der Sachsenhalle.

S3L zum Drittliga-Spitzenreiter

Die erste Herrenmannschaft der Spielgemeinschaft S3L tritt am Samstag um 19 Uhr beim Tabellenersten der 3. Liga Süd-West, der HSG Krefeld Niederrhein an. „Gemeinsam hoch hinaus“, so lautet das Motto der Eagles vom Niederrhein. Und höher hinaus als im Moment geht es zurzeit für die Handballer aus Krefeld auch nicht. Mit 14:0 Punkten nach dem 7. Spieltag liegen sie unangefochten auf Rang eins und zeigten zuletzt in Friesenheim-Hochdorf II mit einem deutlichen 31:25 Sieg ihr Können. „Das ist ohne Frage die beste Mannschaft der ganzen Liga“, sagt S3L-Trainer Thorsten Schmid. Die S3L liegt derzeit mit 10:4 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Dennoch fahren die Jungs relativ entspannt am Samstag nach Krefeld. „Das wird eigentlich das einfachste Spiel der Runde, denn wir haben einfach nichts zu verlieren.“

Man hätte vielleicht in Bestaufstellung eine Chance gehabt, doch noch immer wird die erste Herrenmannschaft von Verletzungspech geplagt. Alexander Hübe und Nicola Sorda fehlen bis Jahresende, Max Preller und Leon Keller auf unbestimmte Zeit. Zudem wird Tim Götz bei den nächsten zwei Spielen nicht dabei sein. Seine Plasmaspende für einen an Krebs erkrankten Menschen ist für den 21. Oktober geplant, zuvor darf er sich nicht verletzen. „Natürlich sind wir alle sehr stolz auf Tim und unterstützen ihn, wo wir können“, betont der Coach. Thorsten Schmid sieht seine Mannschaft beim Spiel am Samstag in der Außenseiterrolle. „Wir fahren da jetzt hin und schauen mal, wie wir die Eagles vielleicht doch noch etwas ärgern können.“

Mit einer kompakten Abwehr und einer sehr guten Torhüterleistung könne man über ein hohes Tempo vielleicht das eine oder andere Tor werfen und versuchen, dranzubleiben. Allerdings hätten die Eagles eine sehr gute 6:0 Abwehr und mit Sven Bartmann den besten Torhüter der 3. Liga. „Es ist aber alles gut bei uns“, betont der Trainer, „die Mannschaft wächst zusammen und entwickelt sich. Wir machen unseren Job, so gut wir können“. Dennoch hat die HSG Krefeld Niederrhein Respekt vor den Handballern von der Bergstraße; mit der S3L komme ein heißer Aufstiegsanwärter in die Glockenspitzhalle, heißt es auf der Website der Eagles. Mit Blick auf die Handballvergangenheit der SG Leutershausen sei man gewarnt, so die Krefelder. Die Begegnung sei das erste richtige Spitzenspiel der Saison. Die Glockenspitzhalle, das „Wohnzimmer“ der Eagles, fasst 1500 Zuschauer und ist so gut wie ausverkauft. Eine Spitzenstimmung also zum Spitzenspiel. hm/feh