Die S3L II hofft beim Regionalliga-Heimstart auch auch die Fans
Das junge Team von Saase3Leutershausen startet am Samstag mit einem Heimspiel gegen Bittenfeld II. Das Drittliga-Team ist noch immer stark dezimiert
Mit einem Heimspiel in der Sachsenhalle gegen den TV Bittenfeld II startet das neue Team Saase3Leutershausen Handball II am Samstag um 20 Uhr in die Regionalliga-Saison. Auf alle Beteiligten wartet viel Neues. Es wird eine Reise ins Unbekannte.
Die ehemalige BW-Oberliga wurde nach der Fusion der Handballverbände Baden, Südbaden und Württemberg umbenannt. Und auch die ehemalige Mannschaft des TVG Großsachsen hat ihr Gesicht stark verändert. Mit Trainer Timo Baumann steht nach dem Abgang von Stefan Pohl zum TSV Birkenau ein neuer Verantwortlicher an der Seitenlinie. Hannes Weindl, Tim Burkard und Simon Spilger sind für die erste Mannschaft eingeplant. Viele altgediente Spieler haben den Verein verlassen.
Neue Führungsaufgaben
Somit sind Moritz Mangold, Niklas Thierauf und Lukas Gutsche als sicherlich noch junge, aber dennoch erfahrene Führungsspieler der jungen Truppe gefragt. So sieht das auch der neue Trainer Timo Baumann: „Die Mannschaft hat sich menschlich gefunden und wurde schnell ein Team. Das ist schon einmal ein ganz wichtiger Grundstein. Das soll uns dabei helfen, dass wir uns von Spiel zu Spiel zu steigern. Das war auch schon unser Motto in der Vorbereitung. Aufgrund des Verletzungspechs der 1. Mannschaft mussten wir Spieler abstellen – da hat das Zusammenspiel natürlich etwas gelitten. Wichtig ist, dass wir geduldig bleiben. Wir sind eine junge Mannschaft, da wird nicht auf Anhieb alles funktionieren. Die Verletzten-Situation wird sich jetzt aber nach und nach verbessern.“
Mit dem TV Bittenfeld II hat die S3L II gleich eine große Aufgabe vor der Brust. Das Farm-Team des Bundesligisten TVB Stuttgart ist mit jungen und hungrigen Spielern bestückt, die den Sprung in die Bundesliga schaffen wollen. Zum Start sicherlich alles andere als einfach, aber leichte Spiele wird es in dieser Saison keine geben. Bleibt zu hoffen, dass das neue Team auch von den Fans angenommen und auf den Rängen kräftig Stimmung gemacht wird. Denn für viele Spieler ist es der erste Auftritt in der 4. Liga und da ist Unterstützung sicherlich hilfreich.
S3L I zu Gast bei einem Favoriten
Die Erleichterung nach dem hart erkämpften Drittliga-Sieg gegen die Bergischen Panther war groß am vergangenen Samstag in der Heinrich-Beck-Halle. Mit Anlaufschwierigkeiten und einer Leistungssteigerung in Durchgang zwei kämpfte die S3L die Panther 35:32 (15:19) nieder. Ein immens wichtiger Sieg angesichts der angespannten Personallage und des schwierigen Auftaktprogrammes der neuen Spielgemeinschaft. Am Samstag (18.30 Uhr) sind die Bergsträßer zu Gast bei der HSG Hanau. Die Hessen wurden vor der Saison oft als einer der Favoriten genannt, und haben auch selbst den Anspruch, ganz vorne mitzuspielen. Nach der Staffelmeisterschaft in der Saison 22/23 holte man im letzten Jahr aufgrund großen Verletzungspechs Rang fünf in der Staffel Süd-West. In der neuen Saison will Hanau wieder weiter vorne mitmischen und hat sich unter anderem mit dem Rückraum-Riesen Theo Surblys von der TSG Haßloch verstärkt. An der Bergstraße kein Unbekannter, war der 24-jährige 2,09 Meter große Halblinke doch schon für den TVG Großsachsen und die SG Nußloch am Ball.
Der Start für die HSG verlief optimal. Nach dem Auftaktsieg gegen den Aufsteiger aus Korschenbroich folgte am Wochenende der Sieg beim HLZ Friesenheim-Hochdorf II. Diese 4:0 Punkte würde Hanau natürlich gerne weiter ausbauen. S3L Trainer Thorsten Schmid: „Hanau ist eines der Schwergewichte der Liga. Sie sind sehr eingespielt, haben eine kompakte Abwehr und ziehen dann ihr Tempospiel auf. In der Vorbereitung haben wir gegen die HSG verloren. In der jetzigen Situation wird das sicherlich eine große Herausforderung, zumal es bei den Verletzten nichts Neues gibt.“
Bekannt ist die HSG auch für ihre großartige Stimmung. In der Main-Kinzig-Halle sorgt der „Blaue Block“ für eine tolle Atmosphäre und peitscht sein Team nach vorne. Da gilt es für die S3L-Handballer ab der ersten Minute voll dagegenzuhalten. Die HSG Hanau ist sicherlich der Favorit, aber was mit Willen und Einsatz möglich ist, hat man am letzten Wochenende gesehen. An die Leistung der zweiten Halbzeit gilt es anzuknüpfen, dann ist auch in Hanau etwas möglich. hm