Handball

S3L-Ladies geben sich im Derby keine Blöße

Saase3Leutershausen lässt im Verbandsliga-Duell gegen dezimierte Schriesheimerinnen keine Zweifel aufkommen. Die zweite Mannschaft verliert dagegen ihr Derby.

Manuela Reisig von der S3L setzt sich gegen die Schriesheimerinnen Ann-Cathrin Bast und Leah Weitzel durch. Im Oberliga-Derby waren die Kräfteverhältnisse klar verteilt. Foto: Katrin Oeldorf
Manuela Reisig von der S3L setzt sich gegen die Schriesheimerinnen Ann-Cathrin Bast und Leah Weitzel durch. Im Oberliga-Derby waren die Kräfteverhältnisse klar verteilt.

Zu ungewohnter Anpfiffzeit hatten die Verbandsliga-Handballerinnen der S3L den Nachbarn TV Schriesheim zu Gast. Die Partie startete um 13 Uhr in heimischer Sachsenhalle. Saase3Leutershausen dominierte die Partie von Beginn an und sicherte sich mit einem deutlichen 38:19 (21:11) einen souveränen Sieg.

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Trotz der Niederlage zeigten die Schriesheimerinnen phasenweise eine passable Leistung, die Hoffnung für die kommenden Spiele macht. Bereits nach 40 Sekunden kam es auf der gegnerischen Seite zur ersten Gelben Karte für Mathilda Pfisterer. Dies ließ ein spannendes und körperbetontes Spiel erahnen. Doch schnell wurde das ungleiche Kräfteverhältnis klar. Die Gegnerinnen reisten zum einen mit lediglich neun Spielerinnen an und standen zum anderen einer motivierten und leistungsstarken Mannschaft mit voll besetzter Bank gegenüber.

Das Spiel begann mit einer schnellen Führung für die Gastgeberinnen, die bereits nach wenigen Minuten deutlich machten, warum sie zu den Topteams der Liga zählen. Der Gästetrainer nahm daraufhin in der 20. Minute bei m 15:8 seine erste Auszeit. Dennoch schafften es die Schriesheimerinnen nicht gegen die gute Abwehrleistung und das schnelle und erfolgreiche Angriffsspiel der S3L anzukommen. So ging man mit einem komfortablen 21:11 in die Halbzeitpause.

Ein 9:0-Torlauf der Gastgeberinnen und die konditionelle und personelle Unterlegenheit des Nachbarvereins ließen das Ergebnis deutlich werden. Auch die zweite genommene Auszeit der Gäste konnte am deutlichen Vorsprung der S3L nichts mehr ausrichten. Die ungleiche und streckenweise langweilige Partie endete mit 38:19. Auch Trainer Steffen Piffkowski zeigte sich zufrieden mit seiner Mannschaft und hatte wenig am Spielgeschehen auszusetzen. Nun geht es nächste Woche zum nächsten Abstiegskandidaten. Anpfiff ist am Samstag um 20 Uhr in der Carl-Benz-Halle in Karlsruhe-Mühlburg. Ob da die neu zur S3L gestoßene Rückraumspielerin von den Flames der HSG Bensheim/Auerbach, Johanna Striening, bereits einsatzbereit ist, wird sich spontan entscheiden. pf

S3L: Scheef, Schott (5), Heinemann (5), Pauli (1), Eigendorf (7), Reisig (4), Steitz (1), Habermaier (2), Röllinghoff (4), Rinke, Dörr, Pfenning (1), Tabery (5), Rahn (3).

TV Schriesheim: Laura Schmitt; Weitzel (2), Flicker (4/1), Lisa Schmitt, Pfisterer (9/1), Nieter (1), Bast, Baur (1), Ewald (2).

Landesliga-Derby geht an die HSG Bergstraße

Die jüngsten Spiele folgten aus Sicht der Landesliga-Frauen der S3L II allesamt dem gleichen Schema: Man verschlief die erste Viertelstunde und hatte danach Mühe, den Rückstand aufzuholen. Um den Fluch zu brechen, stellte das Trainerteam vor dem Derby gegen die HSG Bergstraße die Reihenfolge von Ansprache und Aufwärmen um, die Spielerinnen hatten somit vor dem Anpfiff noch etwas Zeit, um sich zu besinnen. Zudem sollte der Spaß auch wieder Teil des Spiels werden – und so nutzten die Spielerinnen die letzten Minuten in der Kabine mit dem Song „Unwritten“ von Natasha Bedingfield und trällerten den Abschnitt „Today is where your book begins“ besonders laut mit.

Über weite Strecken fest im Griff hatte die HSG Bergstraße (links: Sophie Büntig, rechts: Marlene Bock) die S3L II (am Ball: Monika Seifert). Foto: Katrin Oeldorf
Über weite Strecken fest im Griff hatte die HSG Bergstraße (links: Sophie Büntig, rechts: Marlene Bock) die S3L II (am Ball: Monika Seifert).

Die Laune war also gut, die Performance auf der Platte danach hingegen zunächst nicht. Die S3L bekam Sophie Büntig auf halbrechts, die insgesamt zehn Tore erzielte, im Angriff nicht zu fassen und im eigenen Angriffsspiel verlor man Ball um Ball. Nach sieben Spielminuten zeigte die Uhr bereits einen Spielstand von 1:6. Erst nach einer Auszeit begannen die Hirschbergerinnen, den Abstand zu halten und dann eine kleine Aufholjagd starten. In dieser Phase kam vor allem Serena Horst zum Zug und zwang nun die HSG zu einer Auszeit.

Bis zum Halbzeitpfiff hatten sich die Gastgeberinnen zumindest auf drei Tore herangepirscht (11:14), die zweite Spielhälfte startete dann aber wieder analog zur ersten. Lediglich über den Abschluss von Siebenmetern war die S3L erfolgreich, erst nach zehn Minuten fiel ein Tor aus dem freien Spiel. Erneut mit sechs Toren im Hintertreffen begann dann eine Phase, in der vor allem Laura Kling ihre Würfe im gegnerischen Tor unterbringen konnte und man sich bis zur 57. Minute wieder auf drei Tore herankämpfen konnte.

Bis zum Abpfiff war es den Gastgeberinnen jedoch nicht möglich, das Spiel noch einmal entscheidend zu drehen, sodass die Gäste als verdiente 30:26-Siegerinnen die Sachsenhalle verließen. ms

S3L II: Schmitt, Voigt; Sauer (1), Kling (7/4), Weber, Berner, Horst (3), Zahn (5), Stein (3/3), König (3), Mohr (3), Seifert (1), Bürgy, Meschke.

HSG Bergstraße: Büntig (10), Wacker (5), Rasch (4), E. Schmitt (3), Bock (3), Hutzl (2), Eckardt (1), Gärtner (1), Le. Falter (1), La. Falter, Schuster.