Schlüsselpartie für Großsachsen
TVG kann mit einem Heimsieg gegen Ostfildern einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib einholen. Die Trainerfrage ist (fast) geklärt
Die Personalplanungen bei den Oberliga-Handballern des TVG Großsachsen sind etwas konkreter geworden. Zwar liegt dem Sportlichen Leiter Thomas Zahn inzwischen die Zusage des künftigen Trainers vor, doch der hat aktuell noch um Stillschweigen gebeten. „Anfang Februar können wir aber endlich auch die Spieler informieren und dann wird es auch nominell endlich konkret.“
Bis dahin konkretisiert sich eventuell auch die Tabellensituation für Großsachsen. Dann sind nämlich 14 der 16 Spiele absolviert. Zwar dürfte das Rennen um das Erreichen der Aufstiegsrunde und den damit gesicherten Oberligaverbleib bis zum letzten Vorrundenspieltag am 17. Februar offen bleiben, aber eine Tendenz ist absehbar. Nach über vier Wochen Pause steht am Samstag um 20 Uhr das Heimspiel in der Sachsenhalle gegen den starken Aufsteiger aus Ostfildern an. Die Schwaben belegen bei einer Partie mehr momentan Rang vier in der Tabelle mit 15:11 Punkten. Mit einem Sieg könnte der TVG (12:12) die HSG nach Minuspunkten überholen und selbst zum vierten Platz aufschließen, der noch zur Aufstiegsrunde berechtigt.
"Verdammt schwierige Aufgabe"
Aber das wird eine schwierige Aufgabe. Ostfildern ist schon in der vergangenen Woche in das neue Jahr gestartet und hat mit einem deutlichen Sieg gegen den TSV Deizisau seine Ambitionen unterstrichen. Das weiß auch TVG-Trainer Stefan Pohl: „Ostfildern hat einen guten Mix aus jungen Talenten aus der eigenen Jugendakademie und erfahrenen Spielern. Ex-Nationalspieler Manuel Späth und der langjährige Drittligaspieler Felipe Soteras Merz führen die Truppe an. In der Winterpause wurde zudem noch Marc Godon von Drittliga-Tabellenführer Oppenweiler verpflichtet. Er hat seine Qualitäten in Abwehr und Angriff gegen den TSV Deizisau eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das wird eine verdammt schwierige Aufgabe, aber wir wollen weiter oben dranbleiben und uns für die Hinspielniederlage revanchieren.“
Die war mehr als bitter. Nach einem 10:17-Halbzeitrückstand kämpften sich die Saasemer auf ein 26:26-Unentschieden heran, nur um zwei Sekunden vor dem Ende den bitteren Treffer zur 26:27-Niederlage zu kassieren. „Wir sind seit drei Wochen wieder im Training. Unser Augenmerk lag dabei auf der Abwehr. Wir wollen an die letzten 20 Minuten in Oftersheim/Schwetzingen anknüpfen und es Ostfildern richtig schwer machen“, sagt Pohl. Den Tabellenführer aus Oftersheim/Schwetzingen hatte man kurz vor Weihnachten am Rande einer Niederlage, musste sich dann aber doch geschlagen geben.
In Saase hofft man in den verbleibenden vier Begegnungen auf eine neue Serie, um vielleicht doch noch auf den Zug Aufstiegsrunde aufzuspringen. Ein Sieg gegen einen direkten Konkurrenten wäre dabei schon fast Pflicht. hm/AT