Turnen

Silja Stöhr hofft auf ihre EM-Chance

Die junge Heddesheimerin steht vor ihrem bislang größten Erfolg. Schaulauf im Mannheimer Bundesligateam am Samstag

Silja Stöhr könnte Teil eines sehr jungen deutschen Teams bei der EM sein. Am Samstag muss sie sich beweisen. Foto: Günter Lenhardt
Silja Stöhr könnte Teil eines sehr jungen deutschen Teams bei der EM sein. Am Samstag muss sie sich beweisen.

Wenn am Samstag (17 Uhr) die Turnerinnen in der Ketscher Neurotthalle in die 1. Bundesliga starten, hat der Wettkampf eine ganz besondere Bedeutung. Denn er ist die auch zweite und letzte Qualifikation für die Europameisterschaften in Rimini (27. April bis 5. Mai). Und da wollen mit Janoah Müller (TSG Haßloch) und Silja Stöhr (SG Heddesheim) zwei junge Turnerinnen aus dem Mannheimer Leistungszentrum und Bundesstützpunkt ihre Chance auf einen Platz im EM-Team wahren.

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Bei der 1. Quali im Rahmen eines Lehrgangs in Frankfurt präsentierten sie sich fit, belegten die Plätze drei (Stöhr/49,35 P.) und vier (Müller/49,15). Zudem wurde jede einmal in den Top-Drei an den Einzelgeräten gelistet. Müller überzeugte am Barren (2./12,60), Stöhr am Balken (12,40).

Ein ganz junges EM-Team als Chance

„Auch wenn sie noch so jung sind, haben sie durchaus Chancen“, schätzt Mannheims Cheftrainerin Alina Korrmann ein. Vor allem, weil Bundestrainer Gerben Wiersma wegen vieler angeschlagener etablierter Turnerinnen nicht allzu viel Auswahl hat. Im infrage kommenden Kader sind 14 Turnerinnen, in Frankfurt gingen nur acht an den Start. „Es wird ein junges, eher unerfahrenes EM-Team.“

Die fast 16-jährige Stöhr musste zwar 2023 wegen Rückenbeschwerden ihr Training reduzieren, doch sie hat internationale Erfahrung. Bei den Juniorinnen gewann die vierfache DJM-Medaillengewinnerin 2022 Team-Bronze bei der JEM, bei der JWM 2023 wurde sie mit der Mannschaft Siebte.

Das Trainerinnen-Duo Korrmann und Narina Kirakosjan setzt auch für das Bundesliga-Team der TG Mannheim auf Stöhr und Müller. Die übrigen Einsätze teilen sich Amelie Hering (AK 14), Luna Zimmermann und Clara Woltereck (beide AK 13). In der Hinterhand wartet noch die allerdings nicht ganz fitte Line Mayer aus Großsachsen. sd