SV Rippenweier zeigt im Derby 50 Minuten eine Sahne-Leistung
4:2-Sieg gegen Heddesheim. SG Hohensachsen spielt zum dritten Mal zu null. Die Topteams aus Laudenbach, Leutershausen und Schriesheim sind ebenfalls erfolgreich.
Region. Mit einer Sahne-Leistung über 50 Minuten hat der SV Rippenweier in der Fußball-B-Klasse gegen Fortuna Heddesheim III die Muskeln spielen lassen. Die Hausherren beherrschten das Derby klar und spielten einen gefälligen Stiefel – die Gäste aus Heddesheim hielten die Partie dank ihrer Stärke nach Standards dennoch lange offen. Der SV kam wie von der Tarantel gestochen aus der Kabine und spielte die Heddesheimer Defensive in den ersten Minuten schwindelig. Den folgerichtigen Doppelpack von Osamah Qaisi (4., 8.) konterte Heddesheims Nico Mildenberger postwendend mit einem direkten Freistoß in die Maschen (9.). Der SV blieb das spielbestimmende Team, legte aber trotz guter Gelegenheiten erst in der 40. Minute durch Jacob Dörsam nach. Wieder konterten die Gäste per Standard: Diesmal köpfte Benjamin Halle just vorm Pausenpfiff eine Ecke zum 2:3 ins Tor.
Doch die Gastgeber ließen sich davon nicht beirren und kamen wieder stark aus der Kabine. Sven Fath stellte umgehend die Zwei-Tore-Führung wieder her (47.) und machte damit schon den Sack zu. Im Anschluss stellte Rippenweier in den Verwaltungsmodus, schaltete zwei Gänge runter – ließ aber hinten nichts mehr anbrennen. Von den Gästen aus Heddesheim ging aus dem Spiel heraus zu wenig Gefahr aus. „Unsere erste Halbzeit war wirklich fußballerisch bärenstark“, resümierte Rippenweiers zweiter Vorsitzender Lars Tremmel, „obwohl Heddesheim durch Standards immer wieder ran kam, hatten wir an dem Sieg nie Zweifel.“
SV Rippenweier: Schafflhuber; Dörsam, Antona (80. Jakob Weigold), Qaisi (70. Akin/78. Bickel), Gang (60. Mohr), Haider, Stock, Fath (85. Jens Weigold), Kawohl, Roth, Grieb.
FV Fortuna Heddesheim III: Franielczyk; Rexha, Wett (80. Müller), Jamal, Bierreth, Halle, Parus (70. Amoo), Stöhr (56. Bulut), Leib (45. Basel), Mildenberger, Akpinar (65. Ekinci).
TuS erntet die Früchte nicht
Es bleibt dabei: Dem TuS 02 Weinheim fehlt die Kaltschnäuzigkeit vorm gegnerischen Tor. Auch gegen die SpVgg Wallstadt III konnten sich die Weinheimer einmal mehr trotz großen Aufwands nicht belohnen. Dabei reichte dem Tabellenschlusslicht auch keine schnelle 2:0-Führung. Daniel Wiegand traf nach sechs Minuten sehenswert per Freistoß. Dann tankte sich Dominique Fillman auf der Außenbahn durch und bediente erneut Wiegand, der den Doppelpack perfekt machte. Doch mit dem Anschlusstreffer nach einer halben Stunde brach der TuS plötzlich völlig auseinander und kassierte vier Tore binnen elf Minuten. Mit dem 2:4-Rückstand im Nacken fingen sich die Weinheimer sogar noch mal, ließen aber vorm Tor mehrere Hochkaräter aus und handelet sich stattdessen noch das 2:5 ein. „30 gute Minuten reichen leider nicht, aber wir machen weiter“, gab sich Pressewart Armin Kohler kämpferisch.
TuS Einheit Weinheim: Scholz; Metz, Musat (46. Ostojic), Wiegand, Ehret, Fillmann, Sindilaru (80. Mazurek), Platzek, Stadler, Pulfer, Rexhepi.
Hohensachsen macht es deutlich
7:0, 5:0, 11:0 die letzten drei Ergebnisse der SG Hohensachsen in der B-Klasse Staffel 3 lesen sich herausragend. So reitet die SGH beim deutlichen 7:0- Erfolg beim SSV Vogel-stang II weiter die Erfolgswelle und bleibt nah an den Aufstiegsplätzen. Das Team von Frank Schüssler dominierte die Partie von Anfang an. Zwei Doppelschläge brachte den Gästen schnell eine komfortable Führung ein. Ein Eigentor in der 16. Und Felix Bauer in der 18. Minute eröffneten die Partie. Kapitän Rico Nesselhauf erhöhte in Minute 25 und 29 auf 4:0. Damit war die Partie schon recht früh entschieden, zumal die Mannheimer offensiv nichts zustande bekamen. Malte Ferchland stellte vor der Halbzeit auf 5:0. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Spielweise des SSV immer aggressiver, so kam es zu zwei Platzverweisen für die Gastgeber. Unbeeindruckt davon trafen Bauer und Valerio Lewandowski zum 7:0-Entstand.
SG Hohensachsen: Zinn; Hauke, Nesselhauf (46. O. Ziemlicki), Rizzo (59. Hofbauer), Bauer, Kippenhan (46. Röhrl), P. Ziemlicki, Breitinger, Ferchland, Lewandowski, R. Ziemlicki.
Laudenbach kämpferisch stark
Nach der 0:5-Klatsche am vergangenen Wochenende zeigte der SV Laudenbach beim SKV Sandhofen II eine deutliche Reaktion und holte verdiente drei Punkte. Nach der frühen Führung für den SVL durch Yohannes Tewdros glich der Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit wieder aus. Der Tabellenvierte aus Laudenbach blieb aber cool und stellte mit Sandhofener Hilfe durch ein Eigentor auf 2:1. Nach der erneuten Führung blieb der SVL spielbestimmend und ließ dem SKV keine Chance mehr auf den Ausgleich. Yannick Wunder hob nach dem Spiel vor allem die Einstellung des Teams hervor: „Das war besonders kämpferisch eine super Leistung, da muss man die Jungs einfach loben.“ Mit diesem Sieg bleiben die Laudenbacher auf Tuchfühlung zu den Topteams und können weiter auf den Aufstieg hoffen.
SV Laudenbach: Baier; Skoko, Lüger (89. Eitzer), Knust, Vetter, Harpain, Ehret (61. Winz), Will, Tewdros, Herion (73. Griegrich), Amendt.
FVL-Sieg mit Schönheitsfehlern
Nach zuletzt zwei Spielabsagen wegen Spielermangels, meldet sich der FV Leutershausen II mit einem verdienten 2:0 gegen das Kellerkind SG Sandhofen/Srjibia zurück. „Wir haben zwar verdient gewonnen, aber wenn wir ehrlich sind, muss das Spiel 10:0 ausgehen“, kritisierte Dominik Sättele die schwache Chancenverwertung. Er selbst traf Mitte der ersten Halbzeit nur den Pfosten. Es war eine von vielen vergebenen Hochkarätern für den FVL. In der 35. Minute erlöste Gianluca Plantera sein Team mit dem Führungstreffer. Auch in der zweiten Halbzeit war es ein einseitiges Spiel. Sandhofen/Srbjia schaffte es nur äußert selten für Entlastung zu sorgen. David Helm setzte in der 88. Minute den Schlusspunkt. Möglich war der Spielantritt nur durch die Spielabsage der ersten Mannschaft, wodurch Spieler „von oben“ aushalfen. Wie es für die nächsten Spiele aussieht, ist noch unklar.
FV Leutershausen II: Miskovic; Harbarth (36. Instynski), Pfefferle, Sättele, Jungmann, Kiehne, Rieger, Helm, Plantera (56. Böhler), Helfert, Schmitt.
Schriesheim II baut Serie aus
Der SV Schriesheim setzte sich mit 3:1 gegen den Vorletzten TSV Schönau II durch und rutschet so wieder bis auf einen Punkt an den Tabellenersten aus Ladenburg heran. Trotz eines guten Starts ins Spiel, bei dem der SVS II das überraschende Pressing der Schönauer gut umspielte, lag das Team von Nico Hebbel nach 22 Minuten mit 0:1 zurück. Die Antwort kam aber postwendend: Daniel Bensmail glich fünf Minuten später aus. Danach hatte das Spitzenteam das Spiel im Griff, haderte aber erneut mit der Chancenverwertung. Wieder war es Bensmail, der die längst überfällige Führung für sein Team erzielte (60.). Der TSV setzte immer wieder leichte offensive Akzente durch Konterangriffe, die die Schriesheimer Defensive, aber solide verteidigte. Jan Beckenbach (82.) machte den Sack zu. ksm/ts
SV Schriesheim II: Schmitt; Idubor, Bächle (55. Rudolf), Röger, Gramlich, Bensmail, Vogel, Ammann (55. Griesheimer), Möllenbeck (73. Beckenbach), Höfer, Harbarth (63. Will).