TSV Sulzbach will aufsteigen
Die drei Vizemeister der Fußball-B-Klasse streiten sich ab Sonntag um einen freien A-Klassen-Platz
Zwei Spiele mit den entsprechenden Resultaten trennen den TSV Sulzbach noch von der Fußball-A-Klasse. In einer Dreierrunde trifft der Club von der Bergstraße auf die Vizemeister der Staffeln B1, SV 98 Schwetzingen II, und B2, ESC Blau-Weiß Mannheim. Letzterer ist am Sonntag um 14 Uhr in Schwetzingen erstes Sulzbacher Gegner. Die Mannheimer haben sich mit nur zwei Saisonniederlagen die Vizemeisterschaft hinter dem Polizei SV Mannheim gesichert. Nur der Sieger der Dreierrunde steigt in die A-Klasse auf.
„Wir stellen uns auf einen Gegner ein, der sich auf unserem Niveau befindet. Wer in seiner Liga Zweiter wird, der macht vieles richtig und ich denke, das wird ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt Sulzbachs Trainer Ümit Erdem. Mit 144 erzielten Treffern ist der TSV Sulzbach unter den drei Play-Off-Teilnehmern die torhungrigste Mannschaft, eine Favoritenrolle daraus abzuleiten, funktioniert allerdings nicht automatisch. „In solchen Spielen ist es immer schwer, jemanden im Vorteil zu sehen. Jeder hat es verdient, in diesen Aufstiegsspielen zu sein“, denkt Erdem. „Bei solchen Partien spielen die Psyche und die Tagesform eine große Rolle.“
„Absolute Belohnungsspiele“
Kai Moser, Trainer vom Gegner ESC Blau-Weiß Mannheim, will vor der erste Runde dieser Aufstiegsgruppe den Druck von seinem Team nehmen: „Wir sind mit Abstand der kleinste Verein in Mannheim und wissen das auch einzuordnen. Für uns sind das zwei absolute Belohnungsspiele, auf die wir uns freuen. Zu verlieren haben wir nichts. Einen Favoriten sehen wir nicht wirklich, weil bei 30 Grad jeweils zwei gute Teams gegeneinander spielen. Da kommt es auf Kleinigkeiten an.“
Abgehakt und vergessen ist beim TSV Sulzbach die jüngste Niederlage gegen Meister SC United Weinheim (5:6), was die einzigen Punktverluste in einer ansonsten souveränen und dominanten Rückrunde waren. Erdem misst diesem Resultat allerdings nur wenig Bedeutung bei: „Das war ein Sommerkick. Wir haben viel rotiert und Spieler eingesetzt, die etwas Nachholbedarf hatten.“
Tolga Sari verletzt sich
Bitter war dabei jedoch die Verletzung von Spielmacher Tolga Sari, dem die Kniescheibe herausgesprungen war, sodass der Einsatz eines Notarztes erforderlich war. Im Nachgang hat sich die Verletzung als nicht ganz so gravierend herausgestellt, wie zunächst befürchtet, gegen den ESC Blau-Weiß Mannheim wird Sari aber definitiv ausfallen. „Ob es für das zweite Spiel reicht, müssen wir noch abwarten“, hat Erdem Hoffnung, Sari zumindest für das Spiel gegen den SV 98 Schwetzingen II vorsehen zu können.