Handball

TV Hemsbach schießt sich warm fürs Spitzenspiel

Der Landesliga-Spitzenreiter von der Bergstraße gewinnt in Plankstadt mit 33:23. Am Samstag kommt der Zweite, Königshofen/Sachsenflur, in die Hans-Michel-Halle.

Nach monatelanger Verletzungspause ist Hemsbachs Alexander Zschätzsch zurück auf der Platte. Foto: Philipp Reimer Photography
Nach monatelanger Verletzungspause ist Hemsbachs Alexander Zschätzsch zurück auf der Platte.

Bei der zweiten Mannschaft der Handball Wölfe aus Plankstadt kam Landesligist TV Hemsbach am Sonntag zu einem ungefährdeten 33:23-Erfolg. Richtig ernst wird es für die Sieben von Trainer Jozef Bokol am Samstag, 16. März: Um 19.30 Uhr empfangen die Hemsbacher den Tabellennachbarn HG Königshofen/Sachsenflur zu einem ersten Entscheidungsspiel im Kampf um den Aufstieg.

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Mit 25:9 Punkten aus 17 Spielen führt der TVH die Tabelle zwar an, doch das Ranking ist verzerrt: Königshofen/Sachsenflur hat ein Spiel weniger absolviert und kommt auf 24:8 Punkte. Die viertplatzierte SG Heidelberg-Leimen hat ebenfalls nur acht Minuspunkte auf dem Konto – aber auch erst 15 Partien absolviert.

Anfangsphase auf Augenhöhe

In Plankstadt hatten sich die Bergsträßer fest vorgenommen, den Tabellenvorletzten nicht zu unterschätzen und das ansehnliche Tempospiel der Vorwoche aufrechtzuerhalten. Dass dies auch nötig sein würde, bewiesen die Hausherren in der Anfangsphase. In den ersten zwölf Minuten sahen die Zuschauer in der Mehrzweckhalle eine Partie auf Augenhöhe.

Aufseiten der Hemsbacher war es vor allem das Zusammenspiel von Mittelmann Felix Prisslinger und Kreisläufer Bastian Drost, das für direkte Torerfolge oder Siebenmeter-Pfiffe sorgte. In der Abwehr tat man sich aber zunächst schwer und ließ zu große Lücken zu, um diese rechtzeitig schließen zu können.

Spielentscheidender Zwischenspurt

Nach dem 6:6 gelang den Gästen allerdings ein kleiner Zwischenspurt, der sich letztlich als spielentscheidend entpuppen sollte. Das Angriffsspiel über die zentralen Positionen funktionierte weiter vorzüglich, aber auch die Außen wurden nach und nach mit einbezogen und zeigten eine hohe Effektivität.

Zusätzlich dazu stabilisierte sich die Hemsbacher Abwehr um Torhüter Lukas Kessler. Das Heimteam wirkte in dieser Phase ideenlos, sodass sich die Bergsträßer bis zur Pause einen Fünf-Tore-Vorsprung erspielen konnten.

In der Halbzeitpause forderte Bokol von seinen Schützlingen weiterhin hohes Tempo sowie hohe Konzentration. Aus gutem Grund, denn in den letzten Spielen war der Beginn des zweiten Durchgangs oftmals die schwächste Phase der Hemsbacher gewesen.

Rote Karte für Drost

Und auch in Plankstadt konnte der Vorsatz nicht direkt umgesetzt werden. In der Abwehr war man zu inkonsequent und Bastian Drost holte sich eine Rote Karte als Folge eines Gesichtstreffers beim Siebenmeter ab (35.). Die Handball Wölfe kämpften sich so nochmals auf 17:20 heran, was sich jedoch als ein letztes Aufbäumen herausstellen sollte. Innerhalb von fünf Minuten hatte der TVH wieder einen Vorsprung von sechs Treffern hergestellt.

In der Folge plätscherte die Begegnung vor sich hin, bis die Gäste in den Schlussminuten noch einmal den Turbo zündeten. Eingeleitet durch einen Siebenmeter-Treffer von Fröhlich, gelangen sieben Tore in Folge. Besonders die Youngster Rion Lather und Jonas Heckmann zeigten jetzt ihre Qualität und sorgten für klare Verhältnisse.

Neben dem Zehn-Tore-Sieg konnten die Hemsbacher am Ende auch noch das Comeback ihres Rückraumspielers Alexander Zschätzsch feiern, der nach mehreren Monaten Verletzungspause wieder Spielminuten sammelte. ff

TV Hemsbach: Roll, Kessler; Brückmann, Prisslinger (5), Bauer (3), Wiltz (2), König, Lather (4), Zschätzsch, Stahl, Fröhlich (3/1), Drost (8/3), Heckmann (6), Heide (2).