TV Wünschmichelbach beendet eine "sorgenfreie Saison"
Der Zweitligist aus dem Weinheimer Stadtteil schließt die Sommerrunde auf Platz vier ab. Absoluter Höhepunkt der Saison war jedoch ein Freundschaftsspiel.
Nur eine Woche nach dem Abschluss der Heim-WM in der Mannheimer SAP-Arena waren die Faustballer des TV Wünschmichelbach wieder in der 2. Bundesliga West gefordert. Am letzten Spieltag der diesjährigen Freiluftsaison empfing der TVW die ESG Karlsruhe sowie das Schlusslicht vom TV Oberhausen auf dem Sportplatz am Bärsbacher Weg.
Vor gut 80 Zuschauern ging es mit der Partie zwischen den Gastgebern und der ESG Karlsruhe los. Und der TVW kam nach der WM-Pause nur schwer in die Partie. Spätestens die Angriffe von ESG-Akteur Volker von Dawen führten immer wieder zu Punkten. So ging der erste Satz deutlich mit 5:11 an die Gäste.
Glatte Auftakt-Niederlage gegen Karlsruhe
In der Folge stand der TVW zwar minimal besser in der Defensive, doch fehlte ohne Hauptangreifer Tim Lutz die letzte Durchschlagskraft im Angriff. So gingen auch die Folgesätze mit jeweils 7:11 an die ESG – in der Endabrechnung hieß es somit 0:3 aus Sicht der Gastgeber, womit die Karlsruher wiederum ihren dritten Tabellenplatz absicherten. Ihre starke Leistung bestätigte die ESG auch in der zweiten Partie des Tages gegen Oberhausen: Abermals setzten sich die Karlsruher klar mit 3:0 durch.
Das letzte Saisonspiel für den TVW begann souverän – ohne Fehler und mit cleveren Aktionen sowohl in der Defensive als auch in der Offensive führte der erste Satz zu einem schnellen 11:2-Erfolg gegen Oberhausen. Im Anschluss wehrte sich das Schlusslicht gegen die drohende Niederlage und bot dem TVW Paroli. Doch das Team um Kapitän Alexander Scheuermann streckte sich nochmals und entschied auch den zweiten Satz – durchaus glücklich – mit 12:10 für sich.
Spannung pur im vierten Satz
Im dritten Satz dann ein ähnliches Bild: Die Gäste hielten dagegen, während der TVW zunehmend mit sich selbst haderte. Fast schon folgerichtig ging der Satz nun mit 12:10 an das Schlusslicht. Noch spannender wurde es im vierten Satz, denn es ging mit 15:14 über die volle Distanz – mit dem besseren Ende für den TV Wünschmichelbach.
Dadurch beendeten die Faustballer aus dem Weinheimer Stadtteil die Saison zwar mit einem Sieg, mussten an diesem Tag aber auch die erste und einzige Heimniederlage der Saison einstecken. Während der TVW nach Ende der Hinrunde noch punktgleich mit den Topteams auf Tuchfühlung zur Spitze lag, zogen die Weinheimer in der zweiten Saisonhälfte vor allem in den direkten Duellen immer wieder den Kürzeren.
Saisonziel wurde schnell erreicht
Das Saisonziel, schnellstmöglich den Klassenerhalt zu sichern, wurde dennoch schnell erreicht.
Für die Aufstiegsspiele zur 1. Liga qualifizierten sich derweil Meister TV Waibstadt I und der Tabellenzweite, TSV Karlsdorf. Als Absteiger aus der 2. Liga stehen der TV Oberhausen sowie der TV Waibstadt II fest.
„Es war eine sorgenfreie Saison, in der Rückrunde fehlte uns in den entscheidenden Momenten einfach die Konzentration und das Durchsetzungsvermögen.“ (Jan Pfeifer, Spieler des TV Wünschmichelbach)
Für den TVW stand letztlich mit 20:12 Punkten und 35:26 Sätzen der vierte Tabellenplatz zu Buche – stattliche acht Punkte vor dem Fünften, TV Rendel, aber auch vier Punkte hinter dem Dritten, ESG Karlsruhe. „Es war eine sorgenfreie Saison, in der Rückrunde fehlte uns in den entscheidenden Momenten einfach die Konzentration und das Durchsetzungsvermögen“, lautete das abschließende Fazit von Allrounder Jan Pfeifer.
Sieg gegen den WM-Siebten Italien
Das Saison-Highlight schlechthin war für Pfeifer und Co. allerdings kein Liga-Spiel, sondern die Partie gegen die Italienische Nationalmannschaft im Rahmen der WM-Vorbereitung. Vor 250 Zuschauern bezwang der Zweitligist am Bärsbacher Weg den späteren WM-Siebten mit 4:3.
Mit der Vorbereitung auf die Hallensaison – ebenfalls in der 2. Bundesliga West – beginnen die TVW-Faustballer erst im Oktober. Bis dahin winkt der Mannschaft eine ausgiebige Sommerpause. jp/fran