Handball

Weinheims tapferer Kampf bleibt unbelohnt

Die HSG Weinheim/Oberflockenbach muss sich als Schlusslicht nur ganz knapp Landesliga-Tabellenführer TV Hemsbach beugen. Der bekleckert sich nicht mit Ruhm

Auch Michael Knapp gingen am Ende die Kröner aus. Hier lässt Weinheims Rückraumspieler noch Jens Wiltz und Marc-Cedric Schmitt stehen. Foto: Katrin Oeldorf
Auch Michael Knapp gingen am Ende die Kröner aus. Hier lässt Weinheims Rückraumspieler noch Jens Wiltz und Marc-Cedric Schmitt stehen.

Hemsbachs Trainer Max Pauli wollte schnell den Mantel des Vergessens über das Spiel legen. „Das war einfach nicht gut von uns. Abwehr, Torhüter und eine krasse Fehlwurfquote. Am Ende können wir das Spiel kämpferisch drehen. Was zählt, sind die 20:2 Punkte, mit denen wir jetzt in die Weihnachtspause gehen.“ In der Weinheimer TSG-Halle stand letztlich ein 27:28 für die Gäste auf der Anzeigetafel, die damit die Herbstmeisterschaft in der Landesliga feierten. Auf dem Boden saßen enttäuschte Spieler der HSG Weinheim/Oberflockenbach, die als Schlusslicht eine starke Leistung gezeigt hatten, für die sie sich am Ende nicht belohnten.

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In der ersten Halbzeit lag Weinheim ständig in Führung, zeigte Geduld im Angriffsspiel und konnte sich in der Abwehr auf einen überragenden Adrian Koob-Lautenbach verlassen. „Der war die ganze Woche mit Fieber krank, konnte nicht trainieren und liefert dann so eine Leistung“, zollte HSG-Trainer Werner Knapp nicht nur seinem Keeper-Duo Respekt. „Wenn wir etwas mehr Wechselmöglichkeiten gehabt hätten, wäre ein Punkt drin gewesen. Und den hätte sich die Mannschaft mit der Einstellung, die sie heute gezeigt hat, auch verdient gehabt.“

Kein Klassenunterschied zu sehen

Das sahen auch die 150 Zuschauer des Landesliga-Derbys so, die keinen Klassenunterschied zwischen Letztem und Erstem festmachen konnten. Beim 26:26 durch Routinier Sebastian Labs (58.) war die HSG haarscharf dran am Remis, ehe es am Ende Kleinigkeiten entschieden. Bastian Drost traf für Hemsbach 90 Sekunden vor Schluss zum 26:27, Markus Walthers Rückraumwurf landete hingegen 60 Sekunden vor dem Ende nur am Pfosten. Und dann spielten die Hemsbacher trotz des angezeigten Zeitspiels ihren Angriff souverän zu Ende: Capizzis Pass landete 15 Sekunden vor dem Ende bei Jens Wiltz, der zum 26:28 vollendete. Mehr als das 27:28 durch Tim Scheuermann mit dem Schlusspfiff glückte nicht mehr. „Das Ergebnis ist natürlich traurig. Es zeigt aber auch, dass wir so weit weg nicht sind. Das gibt uns hoffentlich Auftrieb für die Rückrunde“, sagt Werner Knapp. Auch wenn sich der Weinheimer Kader nicht vergrößern wird. Mit unveränderter Personallage wird das Unternehmen Landesligaverbleib nicht möglich sein.

HSG Weinheim/Oberflockenbach: Koob-Lautenbach, Nethövel; Beulich (4), Labs (4/1), Knapp (5), Voll, Schneider (4), Knauer (2), Kinscherf, Scheurich (5), Scheuermann (3/1).

TV Hemsbach: Grotelüschen, Kessler; Brückmann (2), Schmitt, Wiltz (1), König, Capizzi (4), Walther, Zschätzsch (2), Fröhlich (5/5), Drost (4), Bechtold (7), Heckmann (3), Kirsch.