Heppenheim

Nikolausmarkt in Heppenheim zum ersten Mal an 2 Tagen geöffnet

Der Weihnachtsmarkt in der Altstadt gilt als kleiner Geheimtipp - und geht in diesem Jahr in die Verlängerung.

Die wunderschöne Heppenheimer Altstadt ist Schauplatz für den Nikolausmarkt im Dezember. Foto: Marco Schilling
Die wunderschöne Heppenheimer Altstadt ist Schauplatz für den Nikolausmarkt im Dezember.

Es ist eine Premiere, die sicher viele freuen wird: Erstmals soll der Heppenheimer Nikolausmarkt in diesem Jahr über zwei Tage gehen – am Wochenende des 7. und 8. Dezember. Ab sofort läuft die zweiwöchige Anmeldefrist für die Standbetreiber.

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Bürgermeister Rainer Burelbach und Jeannine Mader vom Stadtmarketing stellten das neue Konzept nun vor. Immer wieder war in den vergangenen Jahren der Ruf aus der Bevölkerung laut geworden, den Markt nicht nur an einem Tag stattfinden zu lassen. Dies umzusetzen, scheiterte bisher immer daran, dass die Mehrzahl der Standbetreiber sich das nicht vorstellen konnte.

Fokus auf die Vereine

Denn der Heppenheimer Nikolausmarkt ist kein gewerblicher Weihnachtsmarkt, er wird von Vereinen, Organisationen und Privatleuten bestückt – und die haben mitunter Schwierigkeiten, genügend Personal zu finden. Helfer gar für zwei Tage zu finden, war für viele bislang nicht vorstellbar. Doch in diesem Jahr habe sich das Blatt gewendet, wie Mader berichtet. Das habe eine Umfrage unter rund 60 Standbetreibern ergeben. Über 20 hätten ihr Interesse bekundet, auch sonntags dabei zu sein. Auch darüber hinaus gebe es Interessierte. Nun kann man bei der Anmeldung also wählen, ob man nur am Samstag oder auch am Sonntag seinen Stand oder seine Bude aufbauen möchte.

Damit am Sonntag, wenn nicht mehr alle mit von der Partie sind, keine unschönen Lücken klaffen, sollen die Stände so gestellt werden, dass diejenigen, die sonntags dabei sind, zusammenstehen – und zwar im Kurmainzer Amtshof.

Neuer Standort

Das ist die zweite Neuerung beim diesjährigen Nikolausmarkt: Der Kleine Markt wird als Standort gestrichen, der Nikolausmarkt findet also nur noch im historischen Kern der Stadt statt. Neuer weiterer Schwerpunkt neben Marktplatz, Kirchplatz, dem Bereich vor der Schlossschule und in dem oberen Teil der Marktstraße wird der Amtshof sein. Auch auf dem Parkplatz gegenüber sollen Buden stehen. Im frisch sanierten Amtshof verspricht man sich eine ganz besonders schöne vorweihnachtliche Atmosphäre.

Der neue Standort bringe im Gegensatz zum Kleinen Markt auch logistisch viele Vorteile: Dort seien weder Strom- noch Wasserzufuhr ein Problem, und auch die Rettungsanbindung sei besser. All das war im Bereich Kleiner Markt nicht unproblematisch. Auf der festen Bühne im Amtshof soll ein buntes Programm präsentiert werden. Im Marstall wird es am Sonntag Unterhaltung für Kinder geben. Auch das Museum für Stadtgeschichte, das an diesem Tag regulär geöffnet hat, will sich etwas Schönes für den Nachwuchs einfallen lassen.

Auch wenn der Nikolausmarkt nun von der räumlichen Ausdehnung an den Weinmarkt erinnert, „soll er nicht zur Glühwein-Kerwe ausarten“, unterstreicht Rainer Burelbach. Man wolle auch weiter keinen gewerblichen Weihnachtsmarkt, sondern den bisherigen Charakter erhalten. Und da viele Vereine den Erlös aus dem Nikolausmarkt jedes Jahr einem guten Zweck zukommen lassen, spiegele sich hier das gute Tun des Heiligen Nikolaus wider.

Geöffnet ist der Nikolausmarkt am Samstag, 7. Dezember, von 12 bis 22 Uhr und am Sonntag, 8. Dezember, von 12 bis 20 Uhr. Mit der verkürzten Öffnungszeit am Sonntag möchte man den Vereinen entgegenkommen. Der laufende Meter für einen Stand kostet 10 Euro. Man kann sich ab sofort anmelden. Das entsprechende Formular und die Marktordnung sind auf der Website der Stadt zu finden.