Bombenfund in Gelnhausen

600 Anwohner müssen raus: Weltkriegsbombe wird entschärft

Bombe im Grundwasser und Tiere im Stall: Wie die Bombe in Gelnhausen am Freitag unschädlich gemacht werden soll und welche Folgen das hat.

Experten des Kampfmittelräumdienstes wollen die Weltkriegsbombe in Gelnhausen am Freitag entschärfen. (Symbolbild) Foto: Swen Pförtner/dpa
Experten des Kampfmittelräumdienstes wollen die Weltkriegsbombe in Gelnhausen am Freitag entschärfen. (Symbolbild)

Gelnhausen (dpa/lhe) - Die in Gelnhausen gefundene Weltkriegsbombe soll an diesem Freitag entschärft werden. Dazu soll morgens ab 8.00 Uhr ein Sicherheitsradius von 500 Metern um den Fundort eingerichtet werden, wie die Stadt im Main-Kinzig-Kreis mitteilte. Von der Evakuierung sind rund 600 Anwohner betroffen, aber keine Schulen, Kitas oder Pflegeeinrichtungen. 

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Welche Auswirkungen die Maßnahmen auf den Bahnverkehr haben werden, war nach Angaben der Deutschen Bahn zunächst unklar. Derzeit würden die Abstimmungen dazu andauern, sagte ein Bahnsprecher. Unmittelbar im Anschluss werde über die verkehrlichen Auswirkungen am Freitag – samt Alternativen – informiert. Und zwar über die Homepage sowie via App.

Im Sicherheitsbereich befinden sich zwei landwirtschaftliche Betriebe mit Rinder- beziehungsweise Pferdehaltung. «Da eine Verlegung der Tiere mit einem unverhältnismäßig hohen Risiko verbunden wäre, verbleiben diese gesichert in den Stallungen», erklärte die Stadtverwaltung. 

Stress für Tiere durch einzelnen Knall wäre «überschaubar» 

Sollte eine Sprengung des Kampfmittels erforderlich sein, sei der Stress für die Tiere durch einen einzelnen lauten Knall nach fachlicher Einschätzung überschaubar. Das Veterinäramt sowie mehrere Tierärztinnen und Tierärzte würden an Ort und Stelle das Wohl der Tiere überwachen.

Die im Erdreich und im Grundwasserbereich liegende Bombe müsse zunächst aufwendig für die Entschärfung freigelegt werden, erklärte die Stadt. Für die von der Evakuierung betroffenen Menschen wird eine Sammelstelle in der Sport- und Kulturhalle im Stadtteil Meerholz errichtet. Es wird damit gerechnet, dass die Entschärfung durch Experten des Kampfmittelräumdienstes mehrere Stunden dauern wird. Der Blindgänger war in der vergangenen Woche bei Bauarbeiten der Deutschen Bahn entdeckt worden.