Fußball

«Anders gestalten»? Hellmann spricht über Krösche-Nachfolge

Markus Krösche ist bei Eintracht Frankfurt Geschichte. Während sich dessen Wechsel zur AC Mailand anbahnt, spricht der neue Vorstandsboss über die Zukunft des Bundesligisten.

Axel Hellmann und Markus Krösche bei der Mitgliederversammlung. Foto: Florian Wiegand/dpa
Axel Hellmann und Markus Krösche bei der Mitgliederversammlung.

Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Axel Hellmann sieht sich bei der Nachbesetzung des Postens von Sport-Vorstand Markus Krösche nicht in der Hauptverantwortung. «Die Rolle des Sport-Vorstands ist vakant geworden. Es kann durchaus auch eine Überlegung sein, das anders zu gestalten. Diese Entscheidung trifft am Ende der Aufsichtsrat», sagte Hellmann bei einer Pressekonferenz in Frankfurt.

Führung liegt bei Aufsichtsratschef Beck

Die Ära Krösche, der mit einem Wechsel zum italienischen Traditionsclub AC Mailand in Verbindung gebracht wird, endete am vergangenen Sonntag nach über fünf erfolgreichen Jahren. «Du brauchst einen Sportverantwortlichen, der das fühlt. Das passiert nicht über Nacht. Ich habe meine Empfehlung und meine Ideen geteilt», sagte Hellmann.

Interimsweise übernimmt der 55-Jährige den sportlichen Bereich von Krösche mit. «Das wird keine Sachen von Monaten sein, sondern von Wochen», erklärte Hellmann. Als Kandidaten werden unter anderem Ex-Profi Christoph Spycher, der Krösche-Vorgänger Fredi Bobic sowie Andreas Schicker von der TSG Hoffenheim gehandelt. Namen wollte Hellmann weder nennen noch kommentieren.

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Wechselt Krösche nach Mailand?

Zur aktuellen Phase sagte der Vorstandsboss: «Die Maschine läuft. Ich habe nicht das Gefühl, dass Adi Hütter ein besonders begleitendes Händchen braucht. Eine Interimsphase wird immer dann zum Problem, wenn man das Gefühl hat, es wird nichts entschieden.» Gerade bei Hütter habe er auch ohne Krösche keinerlei Bedenken. «Der hat seinen Cosmos komplett im Griff, da mache ich mir keine Sorgen.»

Offen blieb, ob und zu welchem Zeitpunkt es zu einem Krösche-Wechsel nach Mailand kommen könnte. Sein noch bis Sommer 2028 laufender Vertrag bestehe angepasst fort, hieß es vom Fußball-Bundesligisten. Der Aufsichtsrat des Clubs habe diese Entscheidung in einer außerordentlichen Sitzung getroffen. Krösche war bei Milan bereits im Sommer ein Kandidat.