Anreise-Chaos: Melsungen verpasst fast Flugzeug nach Skopje
Die MT Melsungen erlebt in der Champions League eine kuriose Anreise. Am Ende klappt es irgendwie dann doch noch.
Kassel (dpa) - Stau auf der Autobahn und ein geschlossenes Flughafen-Gate: Die Handballer der MT Melsungen haben vor dem entscheidenden Spiel in der Champions League bei HC Vardar Skopje fast den Flieger verpasst. Am Ende erwischte der Bundesligist das Flugzeug nur mit viel Glück. Die meisten Spieler hätten es mit Humor genommen, berichtete Selina Rieger, Social-Media-Managerin bei der MT, vor dem letzten Gruppenspiel am Mittwoch (18.45 Uhr/Dyn).
Bereits im Morgengrauen war der MT-Tross mit dem Bus zum Dortmunder Flughafen abgefahren. Ein Stau kurz vor dem Zielort sorgte für viel Verspätung. Am Flughafenschalter wurde dem Bundesligisten das Einchecken deswegen zunächst verwehrt, ehe der Schalter doch noch einmal geöffnet wurde.
Auch der Papst hätte keine Chance gehabt
Am Gate gab es das nächste Problem. Auch hier wollte man die Nordhessen nicht mehr durchlassen. Die Aussage der Mitarbeiterin, «hier könnte der Papst stehen, auch der würde nicht in den Flieger kommen», sorgte bei den Melsungern für unglaubliches Staunen, wie aus einer Vereinsmitteilung hervorgeht.
Es vergehen wieder Minuten und niemand weiß, wie es weitergeht. Dann die Wende: Da das Gepäck schon im Flieger verstaut war, ging es doch noch an Bord. Schließlich würde es länger dauern, dieses wieder auszuladen, als die Truppe in die Maschine zu lassen, hieß es am Gate.
Melsungen reicht in Skopje ein Unentschieden, um aus eigener Kraft in die Hauptrunde des Wettbewerbs einzuziehen. Bei einer Niederlage ist der Bundesligist auf Schützenhilfe von HBC Nantes angewiesen, der bei Wisla Plock gewinnen müsste. Scheidet die MT aus, spielt sie in der European League weiter.