DAK: Auffällig hoher Krankenstand im Spätsommer in Hessen
Frankfurt/M. (dpa/lhe) - Nach Daten der Krankenkasse DAK haben sich zwischen Juli und September dieses Jahres ungewöhnlich viele Arbeitnehmer in Hessen krankgemeldet. Im Schnitt seien es fast fünf Fehltage pro Person gewesen, teilte die Krankenkasse der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Krankenstand lag im dritten Quartal bei 5,3 Prozent, obwohl es keine Sommergrippewelle gegeben habe. Im Vorjahreszeitraum waren es 4,9 Prozent, das war laut DAK schon ein relativ hoher Wert gewesen.
Als Ursachen für den erneut hohen Krankenstand nannte die Krankenkasse Muskel-Skelett-Erkrankungen sowie einen erneuten Anstieg bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. «Die Nachwirkungen der Pandemie, die Unsicherheit in Deutschland durch die vielen Krisen in der Welt: Das alles belastet die Psyche der Menschen zunehmend», sagte die Landeschefin der DAK-Gesundheit in Hessen, Britta Dalhoff. «Dazu kommt, dass viele Branchen durch Personalmangel unter besonderem Druck stehen.» Sie warnte vor einem Teufelskreis in Zeiten von erhöhtem Krankenstand bei steigendem Personalmangel.