Ex-Grünen-Landeschef tritt Al-Wazirs Nachfolge im Landtag an
Einer der beliebtesten Grünen-Politiker Hessens ist von Wiesbaden nach Berlin gewechselt. Sein Nachfolger im Landtag heißt Andreas Ewald – wofür will sich der 36-Jährige hier besonders engagieren?
Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens früherer Grünen-Co-Landeschef Andreas Ewald ist im Wiesbadener Landtag für Ex-Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir nachgerückt. Der 36-jährige Ewald ist seit 2021 auch Grünen-Fraktionschef in der Stadtverordnetenversammlung von Darmstadt. Im Landesparlament wird er als Sprecher seiner Fraktion für Kommunalfinanzen und Queer-Politik sowie als regionaler Ansprechpartner für Offenbach-Stadt tätig sein, wie die Grünen-Opposition im Landtag mitteilte.
Der frühere stellvertretende hessische Ministerpräsident Al-Wazir (54) war in den Bundestag gewählt worden. Er war vor fast drei Jahrzehnten erstmals in den Wiesbadener Landtag gelangt. Ewald zog sich erst kürzlich vom Landesvorsitz der Grünen zurück – nach einer Affäre um angebliche illegale Parteispenden bei zwei Auslandsreisen des jungen Politikers. Nach Prüfungen gaben aber sowohl die Bundestagsverwaltung als auch die Staatsanwaltschaft Wiesbaden Entwarnung.
Landtag zählt 133 Abgeordnete
Nach der vorgezogenen Bundestagswahl im Februar wechselten auch die Landtagsabgeordneten Frederik Bouffier aus Gießen, Sohn von Ex-Ministerpräsident Volker Bouffier, sowie Jan-Wilhelm Pohlmann aus Korbach (alle CDU) in das deutsche Parlament in Berlin. Ihnen folgten im hessischen Landtag die Ersatzbewerberin Michelle Kraft aus Gießen und Listenkandidat Hartwig Jourdan aus Darmstadt (beide CDU) nach. Dem Landesparlament in Wiesbaden gehören in dieser Wahlperiode 133 Abgeordnete an.