Hilfe für die Forschung

Feuer bremst Forschungsprojekt – Land springt ein

Milliardenprojekt verzögert, Jobs auf der Kippe – ein Brand bremst die Forschung in Darmstadt aus. Wie das Land jetzt einspringt und was das für die Projekte bedeutet.

Der Teilchenbeschleuniger am GSI ist Teil eines milliardenschweren Forschungsprojekts. (Symbolbild) Foto: Arne Dedert/dpa
Der Teilchenbeschleuniger am GSI ist Teil eines milliardenschweren Forschungsprojekts. (Symbolbild)

Darmstadt/Wiesbaden (dpa/lhe) - Nach dem Brand im Februar am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung unterstützt das Land Hessen die Forschenden mit einem «Zukunftsprogramm Forschung» über eine Million Euro. Damit sollen alternative Forschungsprojekte, Reisestipendien und Stellenverlängerungen finanziert werden, teilte das Hessische Wissenschafts- und Forschungsministerium in Wiesbaden mit.

Von dem Brand sind sowohl GSI-Mitarbeitende als auch Beschäftigte hessischer Hochschulen betroffen. Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD) betonte laut Mitteilung bei einem Besuch im GSI-Zentrum, das Sonderprogramm solle verhindern, dass wissenschaftliche Karrieren abgebrochen werden.

Rückschlag für Helmholtz-Gemeinschaft

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Auf dem Gelände entsteht seit einigen Jahren eine neue Anlage mit Teilchenbeschleunigern für ein internationales Forschungsprojekt mit Investitionen in Milliardenhöhe. Die neue Anlage ist von dem Brand zwar nicht direkt betroffen, dennoch dürfte sich der geplante Start des Projekts verzögern. 

Martin Keller, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, bezeichnete den Brand als Rückschlag für die Helmholtz-Gemeinschaft und den Forschungsstandort Deutschland. Als mögliche Ursache gilt ein Kurzschluss; Brandursache und Schadenshöhe werden noch untersucht.