Größte Obdachlosen-Notunterkunft dicht - Zelte als Ersatz
Nach der Schließung der Notunterkunft in einer U-Bahn-Station müssen obdachlose Menschen in Frankfurt nun in Zelten übernachten. Eine schnelle Alternative gibt es nicht.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die größte Notunterkunft für obdachlose Menschen in Frankfurt ist kurzfristig geschlossen worden. Grund dafür war unzureichender Brandschutz, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Notunterkunft war in der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor untergebracht gewesen.
Die Feuerwehr stellte daraufhin als vorübergehenden Ersatz Zelte in der Eschenheimer Anlage auf, wie sie mitteilte. Ehrenamtliche Einsatzkräfte hätten fünf Zelte für jeweils 20 Personen aufgebaut, die Unterkünfte seien mit Feldbetten, Sitzgelegenheiten sowie Einmalschlafplätzen ausgestattet.
Trotz umfassender Suche nach Alternativen habe sich auf die Schnelle keine andere geeignete Unterkunft im Stadtgebiet finden lassen, hieß es. «Wir haben aufgrund der humanitären Krisensituation eine absolute Notlösung umgesetzt, um die Versorgung der betroffenen Personen sicherzustellen», erklärte Markus Röck, Direktor in der Branddirektion. Die Zelte seien aktuell die einzige Möglichkeit, um den wohnungslosen Menschen schnellstmöglich Schutz und Unterstützung zu bieten.
Wie lange diese Notlösung genutzt werde, sei aktuell noch unklar. Auslöser für die Räumung war ein extern beauftragtes Brandschutzgutachten.