Nach Jugendprotesten

Handelsverband nach Protesten: «Auswirkungen erheblich»

Zehntausende protestierten am Samstag größtenteils friedlich. Unter anderem im Südwesten kam es jedoch vereinzelt auch zu Ausschreitungen – das dürfe nicht erneut passieren, warnt der Handelsverband.

Vor den bundesweiten Demonstrationen unter dem Motto «Gen Z regelt» am vergangenen Samstag bereiteten sich Geschäfte im Einzelhandel auf mögliche Ausschreitungen vor. (Archivbild) Foto: Christoph Schmidt/dpa
Vor den bundesweiten Demonstrationen unter dem Motto «Gen Z regelt» am vergangenen Samstag bereiteten sich Geschäfte im Einzelhandel auf mögliche Ausschreitungen vor. (Archivbild)

Stuttgart (dpa/lsw) - Nachdem es neben den größtenteils friedlichen Jugendprotesten am Wochenende vereinzelt auch zu Ausschreitungen gekommen war, fordert der Handelsverband Baden-Württemberg, dass mit Blick auf die bereits angekündigten Proteste in drei Wochen alles dafür getan werden müsse, dass sich «solche Zustände» nicht wiederholen. «Wir erwarten von den zuständigen Behörden, dass sie ihre rechtlichen Handlungsspielräume bei der Wahl von Versammlungsorten und Routen konsequent ausschöpfen», sagte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann. 

Demonstrationen «mit einem solchen Sicherheitsrisiko» dürften nicht erneut mitten in den Innenstädten stattfinden. Die Folgen würden nicht nur die Händlerinnen und Händler, sondern die gesamte Innenstadt treffen: Gastronomie, Dienstleister, Beschäftigte und Besucher. «Zweimal innerhalb weniger Wochen verbarrikadierte Geschäfte und geschlossene Cafés - das darf es nicht geben», sagte Hagmann.

Initiative «Gen Z regelt» hatte bundesweit zu Protesten aufgerufen

Eine belastbare Bezifferung des wirtschaftlichen Schadens sei dem Verband derzeit nicht möglich, hieß es. «Klar ist aber, dass die Auswirkungen für den Einzelhandel erheblich waren», sagte Hagmann. «Einige Geschäfte haben aus Sicherheitsgründen vorsorglich geschlossen. Darüber hinaus blieben viele Kundinnen und Kunden am Samstag den betroffenen Innenstädten fern.» Die Folge seien erhebliche Umsatzeinbußen gewesen – auch bei den Geschäften, die geöffnet hatten.

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Am Wochenende hatte die Initiative «Gen Z regelt» bundesweit zu Protesten aufgerufen. Zehntausende gingen größtenteils friedlich – unter anderem gegen die Wehrpflicht, für mehr Klimaschutz und mehr Geld in Schulen – auf die Straße. Die Initiative distanzierte sich anschließend von teils gewalttätigen Ausschreitungen, die größtenteils im Anschluss an die Proteste stattfanden.