Energie vom Feld

Hessische Bauern plädieren für mehr Rapsöl im Biodiesel

Kann mehr heimisches Rapsöl im Biodiesel helfen, die Folgen steigender Spritpreise abzufedern? Der Bauernverband sieht darin Potenzial für Landwirtschaft und Energieversorgung.

Vor allem in Mittel- und Südhessen steht der Raps auf den Feldern derzeit wieder leuchtend gelb in Blüte. Foto: Florian Wiegand/dpa
Vor allem in Mittel- und Südhessen steht der Raps auf den Feldern derzeit wieder leuchtend gelb in Blüte.

Büdingen (dpa/lhe) - Angesichts stark gestiegener Spritpreise im Zuge des Iran-Kriegs plädieren die hessischen Bauern für einen stärkeren Einsatz von Rapsöl bei Biodiesel. «Jeder Liter Biodiesel aus heimischem Raps reduziert unsere Abhängigkeit von importierten fossilen Energien und stärkt unsere Versorgungssicherheit», erklärte der Präsident des Hessischen Bauernverbands, Karsten Schmal, in Büdingen. 

Raps sei eine vielfältig verwendbare Pflanze - neben Speiseöl für die menschliche Ernährung sei der sogenannte Rapskuchen als Restprodukt auch als hochwertiges Eiweißfutter für Tiere verwendbar. Für Biodiesel würden dem Kraftstoff derzeit etwa sechs bis sieben Prozent Rapsöl beigemischt, sagte Schmal. «Das könnte man auch auf zehn Prozent hochsetzen.» Moderne Motoren würden dies ohne weiteres vertragen - es handele sich aber um eine politische Entscheidung. Wenn Rohöl knapp werde, könne man so Alternativen schaffen, «und die Landwirte könnten ja auch die Anbaufläche höher setzen im nächsten Jahr, das wäre kein Problem.»