Hochwasser in Hessen durch Regen und Schneeschmelze
Regen und Schneeschmelze sorgen in Hessen für Hochwasser. Besonders betroffen sind Mittelgebirge wie Vogelsberg und Rhön. Wie sich die Lage laut Experten weiterentwickeln könnte.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Regen, Schauer und die Schneeschmelze der vergangenen Tage sorgen in Hessen vielerorts für Hochwasser. Wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie mitteilte, regnete es in den vergangenen 24 Stunden 5 bis 10 Liter pro Quadratmeter. In den Mittelgebirgen Vogelsberg, Rhön und Westerwald gab es sogar über 20 Liter Regen pro Quadratmeter. An einer Messtation am Vogelsberg wurden 38 Liter pro Quadratmeter gemessen. In der Nacht waren 37 Pegel in der Meldestufe 1, aktuell sind es 17 Pegel.
Auch die Lahn bei Limburg hat am Montag einen deutlich erhöhten Wasserstand. Bei der Messtation an der Schleuse liege der Wasserpegel bei 3,87 Metern, fast zwei Meter über dem Normalpegel, teilte die Stadt mit. Ab vier Metern beginne die Hochwassermeldestufe eins. Deshalb hätten Mitarbeiter des Bauhofs schon begonnen, Wege entlang der Lahn zu sperren. Prognosen zufolge solle der Wasserspiegel dort noch bis auf mindestens 4,15 Meter steigen.
Der Deutsche Wetterdienst hat weitere Schauer vorausgesagt, die aber unterhalb der Niederschlagsmenge der letzten Tage liegen. Die Wasserstände werden darum voraussichtlich wieder sinken, während sich in den größeren Flussläufen die Hochwasserwelle noch aufbaut und weitere Überschreitungen der Meldestufen möglich sind.