Bundesweiter Aktionstag

IG Metall protestiert gegen Einschnitte in Autobranche

In der kriselnden Autobranche fordern Arbeitgeber Einschnitte für die Beschäftigten. Die IG Metall wehrt sich mit bundesweiten Protesten - auch in Hessen.

Die IG Metall wehrt sich mit einem bundesweiten Aktionstag gegen Einschnitte in der Automobilindustrie. Foto: Marijan Murat/dpa
Die IG Metall wehrt sich mit einem bundesweiten Aktionstag gegen Einschnitte in der Automobilindustrie.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Mit Aktionen auch in Hessen hat die IG Metall gegen Jobabbau und weitere Einschnitte in der deutschen Automobilindustrie protestiert. «Unsere Forderung an die Unternehmen ist klar: Innovationen und Investitionen in Deutschland und nicht auf den reinen Lohnkostenvergleich gucken», sagte Michael Erhardt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Frankfurt, nach einer Betriebsversammlung bei der Continental-Abspaltung Aumovio in Frankfurt. Zudem müsse die Politik den hiesigen Markt auch durch Zollschranken vor Konkurrenz zum Beispiel aus China schützen. 

Bei der Veranstaltung beim Zulieferer Aumovio mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Stefan Körzell, kamen nach Angaben der IG Metall etwa 700 Menschen zusammen. 

In Hessen gab es unter anderem eine Aktion beim Zulieferer Aumovio. (Archivbild) Foto: Leonie Asendorpf/dpa
In Hessen gab es unter anderem eine Aktion beim Zulieferer Aumovio. (Archivbild)

Die Gewerkschaft hatte für Montag zu Aktionen an mehr als 200 Orten in Deutschland aufgerufen, um gegen Sparmaßnahmen in der kriselnden Autobranche zu protestieren. In Hessen waren auch Aktionen in der Mercedes-Niederlassung in der Frankfurter Heerstraße und am Kaiserlei sowie bei den Jost-Werken in Neu-Isenburg geplant. 

Immer top informiert mit dem WNOZ-WhatsApp-Kanal!

Breaking News, spannende Hintergründe und Newsletter: Mit unserem WhatsApp-Kanal bleiben Sie stets über Weinheim, den Odenwald und die Metropolregion informiert.

Impressum

Kritik an Forderung nach unbezahlter Mehrarbeit 

IG-Metall-Chefin Christiane Benner hatte zuvor kritisiert, vor allem die Mitarbeiter müssten die Folgen der Branchenkrise tragen. Forderungen der Arbeitgeber nach Mehrarbeit wies sie zurück: «Die 35-Stunden-Woche und der Achtstundentag gehören zum Identitätskern unserer Gewerkschaft.»