Landgericht Frankfurt

Jacke bei Straßenraub erbeutet: Viereinhalb Jahre Haft

Bei einem Straßenüberfall erbeutet ein Mann eine Jacke im Wert von zehn Euro. Jetzt wird er zu einer hohen Haftstrafe verurteilt.

Ein Schild mit der Aufschrift „Landgericht - Amtsgericht“ ist an der Fassade eines Gerichtsgebäudes angebracht. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild
Ein Schild mit der Aufschrift „Landgericht - Amtsgericht“ ist an der Fassade eines Gerichtsgebäudes angebracht.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Für einen Straßenraub mit einer Beute im Wert von zehn Euro ist ein 38 Jahre alter Mann vom Landgericht Frankfurt zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte nach Auffassung des Gerichts vom Donnerstag seinem Opfer im August vergangenen Jahres die Jacke entrissen und war geflüchtet. Kurz darauf wurde er von der Polizei festgenommen und das geraubte Kleidungsstück seinem Besitzer zurückgegeben.

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Gleichwohl fiel dem Gericht zufolge die Haftstrafe hoch aus für den einschlägig vorbestraften Mann. Er hatte sich den Angaben zufolge eine Geldstrafe wegen Diebstahls mit Waffen nicht zur Warnung dienen lassen und war einen Monat zuvor mit einem weiteren Raubversuch aufgefallen, bei dem er keine Beute gemacht habe.

Vor Gericht hatte der Angeklagte ausgesagt, dass das spätere Opfer versucht habe, ihm die Jacke abzunehmen. Das Gericht wertete dies als Schutzbehauptung und hielt sich im Strafmaß an den Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte eine niedrigere Strafe gefordert.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.