Landessportbund hofft auf höhere Anteile an Wetteinnahmen
Frankfurt (dpa) – Die Folgen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges werden auch 2024 noch für höhere Ausgaben beim Landessportbund Hessen (lsbh) sorgen. Dennoch geht das Präsidium der Dachorganisation des hessischen Sports dank Einsparungen im nächsten Jahr von einem ausgeglichenen Haushalt aus. Der entsprechende Plan mit einer Gesamtsumme von jeweils 39 Millionen Euro bei Ein- und Ausgaben wurde beim Hauptausschuss am Samstag in Frankfurt von den 220 Delegierten aus Sportkreisen und Fachverbänden einstimmig verabschiedet.
Um die eigene Arbeit, aber auch die der mehr als 7400 Vereine mit ihren 2,1 Millionen Mitgliedern in Zukunft zu gewährleisten, soll es laut lsbh-Präsidentin Juliane Kuhlmann bald Verhandlungen mit der neuen Landesregierung geben. Darin soll es darum gehen, den Anteil des Sports an den Glücksspieleinnahmen weiter zu erhöhen. Aktuell beträgt diese Förderung 24,3 Millionen Euro. Kuhlmann betonte, man wolle trotz Krisenmodus «aktiv neue Akzente setzen».
Die Vereine profitierten 2023 von einer Höchstförderung seitens der Sportorganisationen und ihrer Unterstützer in Höhe von zwölf Millionen Euro. So schüttete der lsbh über Regel- und Zusatzförderung laut Kuhlmann fast neun Millionen Euro aus. Dazu kamen je 1,2 Millionen Euro an Energiehilfen und Mitteln aus einer Qualifizierungsoffensive der Landesregierung. Zudem wurden von hessischer Seite aus fast 800.000 Euro aus dem Restart-Programm des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) abgerufen. Bei dieser Aktion wird unter anderem mit Beitragsgutscheinen um neue Mitglieder geworben.