18-Jähriger stirbt

Mit Auto in Main gestürzt – 17-Jährige in kritischem Zustand

Mit acht Meter Fallhöhe stürzt ein Auto kopfüber ins Hafenbecken. Zwei junge Menschen müssen von Tauchern gerettet werden. Einer stirbt, eine Jugendliche kämpft weiter um ihr Leben.

Rettungskräfte waren über mehrere Stunden für Rettungs- und Bergungsmaßnahmen vor Ort. Foto: Mike Seeboth/dpa
Rettungskräfte waren über mehrere Stunden für Rettungs- und Bergungsmaßnahmen vor Ort.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nach dem schweren Unfall im Frankfurter Osthafen, bei dem ein Auto in den Main gestürzt ist, befindet sich eine 17 Jahre alte Jugendliche weiterhin in einem kritischen Zustand. Wie die Polizei mitteilte, ist ihr Zustand unverändert. Ein 18 Jahre alter Insasse war bereits am Samstagabend im Krankenhaus an den Folgen des Unfalls gestorben.

Insgesamt fünf junge Menschen im Alter von 17 und 18 Jahren waren am Freitagabend in dem Fahrzeug unterwegs, als dieses aus bislang ungeklärter Ursache auf das Gelände des Osthafens geriet. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr der Wagen auf das Hafenbecken zu, durchbrach ein dort angebrachtes Schutzgitter und stürzte anschließend von der rund acht Meter hohen Kaimauer kopfüber in das Nordbecken. Das Auto sank auf den Grund des Hafenbeckens, wie die Beamten mitteilten.

Taucher befreiten zwei Insassen

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Ein Zeuge hatte laut Polizei gegen 22.20 Uhr die Rettungskräfte alarmiert. Vor dem Eintreffen von Polizei und Feuerwehr konnten sich drei der Insassen bereits eigenständig aus dem Fahrzeug befreien. Zwei weitere junge Menschen befanden sich demnach noch im Auto und mussten von Tauchern der Feuerwehr aus dem Wasser geborgen werden. Alle fünf Insassen wurden anschließend in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Für den 18-Jährigen, der von den Tauchern aus dem Auto befreit wurde, kam jedoch jede Hilfe zu spät – er starb laut Polizeiangaben wenig später im Krankenhaus. Die 17-Jährige, die sich ebenfalls nicht selbst befreien konnte, kämpft weiterhin um ihr Leben.

Das Fahrzeug wurde noch in der Nacht mit schwerem Gerät aus dem Wasser geborgen, wie die Beamten informierten. Zur Klärung der genauen Unfallursache zog die Polizei einen Gutachter hinzu. Die Ermittlungen dauern an und konzentrieren sich unter anderem auf die Frage, warum das Auto auf das Hafengelände gelangte und das Schutzgitter durchbrach. Weitere Angaben zum Unfallhergang machten die Ermittler zunächst nicht.