Versicherungsbetrug

Nach Brandstiftung – Anklage wegen versuchten Mordes

Bei Ermittlungen zu einem Brand in einer Shishabar ist der Betreiber selbst im Fokus der Behörden. Was die Staatsanwaltschaft dem Verdächtigen vorwirft.

Der Verdächtige sitzt derzeit in Untersuchungshaft. (Symbolbild) Foto: Lino Mirgeler/dpa
Der Verdächtige sitzt derzeit in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Göppingen (dpa/lsw) - Weil er seine eigene Shishabar angezündet und dabei Nachbarn in Lebensgefahr gebracht haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes gegen den Betreiber erhoben. Nach Überzeugung der Ermittler brach der 46-Jährige im Januar in sein eigenes Geschäft in Göppingen ein und setzte es mit einem Molotow-Cocktail in Brand. Er habe damit seine Versicherung um rund 300.000 Euro betrügen wollen, hieß es weiter.

Eine Zeugin bemerkte den dichten Rauch und alarmierte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Wohnhäuser. Eine Anwohnerin erlitt durch den Rauch leichte Verletzungen.

Laut Staatsanwaltschaft liegt das Lokal sehr nah an anderen Häusern. Der Betreiber habe bei seiner Tat billigend in Kauf genommen, dass der giftige Rauch dort eindringe und die Anwohner in Gefahr bringe. Noch am selben Tag soll der Betreiber den Schaden seiner Versicherung gemeldet haben. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

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