Nach Stromausfall: LKA tappt bei Tätern weiter im Dunkeln
Nach dem Brand in einem Reutlinger Umspannwerk gibt es keine Spur zu möglichen Tätern. Das Landeskriminalamt sieht keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund.
Stuttgart/Reutlingen (dpa/lsw) - Nach dem Feuer in einem Umspannwerk in Reutlingen hat das Landeskriminalamt (LKA) keine Hinweise auf Täter und mögliche Motive. «Wir ermitteln ergebnisoffen weiter», sagte ein LKA-Sprecher. Es gebe keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund. «Wir haben kein Bekennerschreiben.»
Das Ermittlungsverfahren wird beim Staatsschutzzentrum der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart geführt. Der Grund: Der Tat liege möglicherweise eine extremistische Motivation zugrunde. «Eine Bekennung zur Tat wurde hier bislang nicht bekannt», sagte auch ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Stuttgart.
Hinweise auf Brandbeschleuniger
Die bisherigen Ermittlungen hätten Hinweise auf einen eingesetzten Brandbeschleuniger ergeben. Die kriminaltechnischen Analysen und Laboruntersuchungen dauern an. Das Ermittlungsverfahren wird derzeit gegen unbekannt wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe geführt.
Reutlingen hat knapp 120.000 Einwohner und liegt am Fuße der Schwäbischen Alb. Nach Angaben von Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel (CDU) waren rund 7.600 Gebäude und etwa 40.000 Menschen von dem Stromausfall betroffen.