Verkehr

Pendler und Reisende bei Bahnstreik wieder vor Geduldsprobe

Es ist nicht der erste Streik im laufenden Tarifstreit zwischen Lokführern und Bahn. Ab Donnerstag müssen sich Reisende wieder auf große Einschränkungen einstellen.

Gleise und Oberleitungen sind zu sehen. Foto: Sven Hoppe/dpa
Gleise und Oberleitungen sind zu sehen.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der erwartete Streik der Lokführer bei der Deutschen Bahn wird Tausende Pendler und Reisende ab diesem Donnerstag voraussichtlich erneut vor eine Geduldsprobe stellen. Auch in Hessen wird mit großen Einschränkungen gerechnet. Ab 2.00 Uhr bis Freitag 13.00 Uhr will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer im Tarifkonflikt mit der Bahn wieder den Fern- und Regionalverkehr bestreiken. Die Bahn will wie bei den vorigen Arbeitskämpfen ein Grundangebot im Fernverkehr bereitstellen. Sie bat Reisende, sich 24 Stunden vor Fahrtantritt zu informieren, ob Verbindung verfügbar ist

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«Es ist davon auszugehen, dass von den Arbeitsniederlegungen auch S-Bahnen und Regionalzüge im RMV-Gebiet betroffen sein werden», heißt es beim Rhein-Main-Verkehrsverbund. Weitere Arbeitskämpfe will die Gewerkschaft nicht wie bisher mit rund zwei Tagen Vorlauf ankündigen.

Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) listet auf seiner Homepage neun Regionalzuglinien auf, die von dem Ausstand betroffen sein könnten. Dazu gehören die Linien von Bebra nach Frankfurt, Kassel - Frankfurt und Kassel - Bad Wildungen. «Ob für einige Linien Ersatzfahrpläne erstellt werden, ist aktuell nicht klar.» Alle anderen Regionalzug- und RegioTramlinien würden voraussichtlich regulär fahren. Sollten aber auch Stellwerke bestreikt werden, könne es zu weiteren Zugausfällen kommen.

Nach Angaben der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq und der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft VGF gibt es mit U-Bahnen, Straßenbahnen und Buslinien für Frankfurt eine Reihe von Alternativen.

Knackpunkt des seit Monaten schwelenden Tarifstreits ist die Forderung der GDL nach einer Absenkung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden ohne finanzielle Einbußen. Parallel ist ein Streik der Gewerkschaft Verdi bei der Lufthansa geplant.