Landgericht Frankfurt

Prozess um tödlichen Verkehrsunfall an Kreisel: Plädoyers

Ein Mann fährt ungebremst auf ein Liebespaar zu, das sich auf einem Zebrastreifen küsst - mit tödlichem Ende. Der Prozess gegen den Autofahrer geht nun dem Ende zu.

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im Prozess um einen tödlichen Verkehrsunfall an einem Verkehrskreisel in Kriftel (Main-Taunus-Kreis) werden an diesem Mittwoch (Verhandlungsbeginn 10 Uhr) die Plädoyers erwartet. Am Landgericht Frankfurt ist ein 34 Jahre alter Autofahrer angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft raste er im August 2015 ungebremst auf ein Liebespaar zu, das sich auf einem Zebrastreifen küsste. Die 41 Jahre alte Frau wurde von dem Wagen erfasst und tödlich verletzt. Nach mehr als einem Jahr Verhandlungsdauer werden nun die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung erwartet.

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Angeklagt wurde der Unfallfahrer wegen versuchten Totschlags. Die Schwurgerichtskammer wies im Verlauf des Prozesses jedoch darauf hin, dass auch Mord aus niedrigen Beweggründen in Betracht kommen könnte. 2018 war der Angeklagte bereits zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil jedoch aufgehoben.