So entwickeln sich die Zahlen von Kindern in Kitas im Land
In den vergangenen Jahren haben Eltern oft verzweifelt einen Kita-Platz für ihr Kind gesucht - es gab zu wenige Plätze für zu viele Kinder. Doch die Zahlen entspannen sich etwas. Woran das liegt.
Fellbach (dpa/lsw) - Die Zahl der Kinder unter sechs Jahren in Betreuungseinrichtungen hat im vergangenen Jahr erneut abgenommen. Insgesamt wurden 406.450 Kinder in Kitas und der öffentlich geförderten Kindertagespflege zum Stichtag im März betreut, wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte. Damit ging die Zahl der betreuten Kinder um 0,6 Prozent zurück - am deutlichsten bei den Kindern unter drei Jahren mit 5,2 Prozent. Bei den drei bis sechs Jahre alten Kindern sank sie um 0,7 Prozent.
Zu den Gründen schreibt das Statistische Landesamt: «Diese Entwicklung ist teilweise auf den anhaltenden Geburtenrückgang zurückzuführen.» Die Betreuungsquote bei den unter Sechsjährigen stieg dabei auf einen Höchststand von 65 Prozent, wie es weiter hieß. Bei den unter Dreijährigen sank die Quote demnach leicht auf 31,7 Prozent, bei den drei bis sechs Jahre alten Kindern stieg sie auf 94,1 Prozent.
Jahrelanger Anstieg bei der Zahl der Kinder in Kitas
Zum vergangenen Jahr sank erstmals die Anzahl der Kinder unter sechs Jahren in Betreuungseinrichtungen, nachdem sie mindestens seit 2016 stets gestiegen war, wie es in der Mitteilung hieß. Nur im Corona-Pandemie-Jahr 2021 gab es demnach einen Einbruch.
Seit 2021 hat die Geburtenrate auch in Baden-Württemberg laut Statistischem Landesamt noch einmal deutlich abgenommen. Nachdem im Jahr 2021 noch 1,63 Kinder pro Frau geboren wurden, waren es 2025 noch 1,35 Kinder pro Frau.