Justiz

Vater mit Fäusten erschlagen: Geständnis zum Prozessbeginn

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild
Eine Figur der blinden Justitia.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein 28-Jähriger hat zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Frankfurt gestanden, seinen Vater getötet zu haben. Laut Anklage schlug er mit den Fäusten mit solcher Wucht auf den 59 Jahre alten Vater ein, dass dieser an seinen Verletzungen starb. Die Staatsanwaltschaft geht von Totschlag aus.

Die Tat soll sich im April 2022 in der Wohnung der Familie in Frankfurt-Praunheim ereignet haben, wo es offenbar zu einem Streit gekommen war. Unmittelbar nach der tödlichen Attacke war der Mann festgenommen worden. Am Montag begann der Prozess gegen den 28-jährigen Deutschen, der bei der Tat erheblich alkoholisiert war. Bei ihm waren knapp drei Promille Alkohol festgestellt worden.

In dem Prozess geht es vor allem um die Schuldfähigkeit des Angeklagten. An der Verhandlung nimmt deshalb ein psychiatrischer Sachverständiger teil.

Bestandteil der Anklage ist auch ein weiterer Vorfall, bei dem der Angeklagte im Februar 2022 einen Bekannten erheblich misshandelt haben soll. Dies wertet die Staatsanwaltschaft als gefährliche Körperverletzung. Das Gericht hat vorerst sieben weitere Verhandlungstage bis Ende Oktober terminiert.