Prozess

Vater nach Streit mit Fäusten erschlagen: Acht Jahre Haft

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein 28-Jähriger, der seinen Vater nach einem Streit erschlagen hat, ist zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt sprach ihn des Totschlags schuldig. Zusätzlich ordnete es die Unterbringung in einer Alkohol-Entzugstherapie an. Die Verteidigung habe mittlerweile jedoch Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt, teilte das Gericht am Freitag mit.

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Die Tat ereignete sich im April vergangenen Jahres in der Wohnung der Familie in Frankfurt-Praunheim. Nach der Auseinandersetzung über familiäre Dinge schlug der angeklagte Deutsche mit solcher Wucht auf den Kopf des 59 Jahre alten Vaters ein, dass dieser an seinen schweren Verletzungen starb.

Zum Tatzeitpunkt war der Sohn mit drei Promille erheblich alkoholisiert. Das Gericht ging deshalb von einer eingeschränkten Schuldfähigkeit aus. Der 28-Jährige hatte in dem Prozess ein Geständnis abgelegt. An Einzelheiten aber konnte er sich nicht mehr erinnern.

Während die Staatsanwaltschaft neun Jahre und drei Monate Haft gefordert hatte, plädierte die Verteidigung auf eine niedrigere Strafe.