Landwirtschaft

Verband: Geringere Mengen Spargel wegen kühler Witterung

Ein Korb mit Spargel.) Foto: Andreas Arnold/dpa
Ein Korb mit Spargel.)

Friedrichsdorf/Taunus (dpa/lhe) - In der Spargelsaison sind in diesem Jahr nach Angaben des Hessischen Bauernverbandes wegen der kühleren Witterung bislang geringere Mengen des Edelgemüses geerntet worden. Dies sei aber durchaus positiv, da es so auch keine Übermengen wie im vergangenen Jahr gebe, teilte der Verband auf Anfrage zu einer Zwischenbilanz der Saison mit. Deshalb hofften die Bauern auch, dass es den Rest der Saison kühler bleibt und nicht so heiß wird. Witterungsbedingte Ernteausfälle habe es bislang nicht gegeben.

Die hessischen Spargelbauern hatten in den vergangenen Jahren mit Problemen und höheren Kosten wegen der Corona-Pandemie, steigenden Energie- und Düngerpreisen und auch der Anhebung des Mindestlohns zu kämpfen. Im vergangenen Jahr waren bereits vor Saisonende Felder wegen zu großer Spargelmengen und schleppenden Absatzes aus der Produktion genommen worden. In diesem Jahr wurden unrentablere Anlagen erst gar nicht bewirtschaftet.

Das Mengenminus am Markt bedeutet dem Bauernverband zufolge etwas höhere Preise als im vergangenen Jahr. Dennoch laufe die Direktvermarktung an den vielen Ständen ganz gut, am Wochenende besser als unter der Woche. Ein zögerliches Kaufverhalten bei dem hochpreisigem Gemüse sei dennoch festzustellen.

Dem hessischen Umweltministerium zufolge produzierten im vergangenen Jahr in Hessen noch 100 Betriebe eine Gesamtspargelernte von knapp 8000 Tonnen. Im Jahr zuvor waren es 117 Betriebe mit einer Ernte von mehr als 9500 Tonnen. Die Spargelsaison war in Hessen am 5. April offiziell eröffnet worden. Sie dauert traditionell bis zum «Johannistag» am 24. Juni.