Darmstadt

Verdacht auf Betrug: Polizei durchsucht Wohnungen

Die Polizei sichert einen Einsatzort. Foto: Jan Woitas/dpa/Symbolbild
Die Polizei sichert einen Einsatzort.

Darmstadt (dpa/lhe) - Ermittler haben die Wohnungen einer mutmaßlichen Betrüger-Gruppe durchsucht, die mindestens 650.000 Euro ergaunert haben soll. Den sieben Tatverdächtigen wird vorgeworfen, von 2017 bis 2020 hochwertige Smartphones in betrügerischer Absicht bestellt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt und die Polizei am Montag mitteilten. Den Ermittlern zufolge setzte sich die Gruppe aus sechs Männern und einer Frau im Alter zwischen 25 und 47 Jahren zusammen.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Die Betrugsmasche bestand demnach darin, Mobilfunk-Verträge abzuschließen und SIM-Karten zu aktivieren. Dies sei 650 Mal unter den Namen von erfundenen Privatpersonen und Scheinfirmen erfolgt. Zu den abgeschlossenen Verträgen hätten die Tatverdächtigen Smartphones zu vergünstigten Bedingungen gebucht. Laut Staatsanwaltschaft haben die Betrüger die teuren Mobilgeräte weiterverkauft und somit Gewinn erzielt. Betroffen ist demnach nur ein Mobilfunkanbieter.

Den Angaben zufolge wurden vergangenen Mittwoch Wohnungen in Riedstadt, Oberursel, Hanau, Langen, Griesheim und Bad Homburg durchsucht. Die Beamten stellten dabei 15.000 Euro Bargeld sicher und nahmen Kontopfändungen vor. Zudem wurde ein sogenannter Vermögensarrest von mehreren Hunderttausend Euro auferlegt. Hierbei wird das Vermögen durch ein Amtsgericht vorläufig eingefroren, welches nach einem eventuellen Prozess eingezogen werden kann.